09.01.2018 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Ökumenisches Weihnachtskonzert in Grafenwöhr Sehnsucht nach Frieden

Die Situation ist fast wie an Heiligabend: Wer am Sonntagnachmittag einen Sitzplatz in der Friedenskirche will, muss sich frühzeitig auf den Weg machen. Denn dieses Konzert wollen sich viele nicht entgehen lassen.

von Renate GradlProfil

Nach Weihnachten gab es - nun bereits zum vierten Mal - noch einmal ein wunderbares musikalisches Geschenk mit dem ökumenischen Weihnachtskonzert. Rund 800 Besucher lauschten in der voll besetzten Friedenskirche in Grafenwöhr der wunderbaren Musik.

Pfarrer Bernhard Müller wünschte allen Besuchern, dass sie mit dem Segen Gottes in das neue Jahr hineingehen mögen. Stellvertretend für alle Mitwirkenden begrüßte Ute Groß das Publikum, auch im Namen von Walter Thurn, der die Gesamtleitung für das Konzert hatte. Ein besonderer Gruß galt Stadtpfarrer Bernhard Müller und Pfarrer Dr. André Fischer, die das Konzert als Initiatoren einer lebendigen Ökumene unterstützten.

Danach sprach die Musik mit "Weihnacht, frohe Weihnacht", "African Noel" und "Adoramus/Gloria", die der Chor "New Voices" unter der Leitung von Walter Thurn interpretierte. "Musik verbindet", sagte Ute Groß und kündigte die ehemaligen Domspatzen Vincent Mauritz, Benjamin Diermeier und Michael Enzmann an, die unter dem Namen "Sound of Silence" auftraten. Die Zuhörer lauschten ihren glockenreinen Stimmen und den Liedern: "Komm du Heiland aller Welt", "Tollite Hostias" und "Hebe deine Augen auf". Mit Katja Baumann im Duett sang Vincent Mauritz den Song "Sound of Silence".

"Das Wunder von Bethlehem hat die ganze Welt verändert. So wie die Hirten damals ihr Herz für Gottes Friedensbotschaft öffneten, können auch wir in unserer heutigen Zeit das Wunder erfahren, wenn wir ihm unser Herz öffnen", sagte Groß. Passend dazu erklang die "Sonate in C-Dur Maestoso" mit Walter Thurn an der Orgel sowie Jakob Reichl und Stefan Bodenmeier an ihren Trompeten. Der Jugendchor "Sin falta", den Ute Groß dirigierte, beschrieb musikalisch eine Welt, von Frieden und Harmonie ("A world of peace and harmony"). Den Jugendlichen ging es auch darum, das Licht scheinen zu lassen, und sie erzählten, was vor langer Zeit in Bethlehem geschah.

Die Weihnachts-Kantate wurde von Walter Thurn in drei Einheiten unterteilt. "Kommt mit zum Stall von Bethlehem" erklang aus rund 70 Kehlen. Aufbruchstimmung wurde deutlich, als die Jugendlichen "Gottes Stern" erstrahlen ließen. Auf die Helligkeit der Lichter wiesen die Sänger der "New Voices" hin. Dem Gedankengut von Phil Bosmans entsprechend waren zu hören "Ich steh an deiner Krippen hier" und "Es ist für uns eine Zeit angekommen". Faszination und Begeisterung drückten unter anderem "Wir haben das Wunder gesehen" und "Joy to the world" aus.

Vor dem großen Finale, das mit dem "O du fröhliche" endete, zitierte Ute Groß die Weihnachtsbotschaft von Klaus Heinzmann: "Denn Gott schenkt dem Verzagten neuen Mut, dem Friedlosen den Frieden, dem Zweifler die Gewissheit, dem Ruhelosen eine Heimat, dem Traurigen die Freude und dem Verzagten neue Hoffnung."

Bei den Dankesworten von Ute Groß an alle Chormitglieder und Instrumentalisten waren auch Johanna Baumann (Geige) und Nico-Bär (Schlagwerk) mit eingeschlossen. Ganz besonders dankte sie aber Walter Thurn, den sie als "Flamme" bezeichnete, an der sich so viele das ganze Jahr über entfachen und wiederum Licht und Wärme musikalisch weitergeben.

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Weitere Bilder im Internet:

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