15.02.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Quer durch Kontinente und Epochen Töne aus der weiten Welt

"Sehnsucht nach der Ferne", hieß ein Stück für Alphorn und Klarinette. Genau diese Sehnsucht Benno Englharts bescherte den Besuchern des Kammerkonzerts im Jugendheim einen besonderen Kunstgenuss. Durch seine Kontakte kamen Künstler aus Südkorea nach Grafenwöhr.

Einen wunderbaren Abschluss des Kammerkonzerts im Jugendheim bescherten die Musiker aus Grafenwöhr, Parkstein und Südkorea als Quartett mit "Amazing Grace". Bild: myd
von Doris MayerProfil

(myd) Benno Englhart (Alphorn und Trompete) freute sich, neben seinem Kollegen, Pianist Karl-Heinz Kuhl aus Parkstein, zwei weit gereiste Gäste begrüßen zu dürfen: Prof. Bu-Whan Cho (Klarinette) und die Pianistin Minjeong Jeong Kam aus Südkorea. Temperamentvoll eröffneten Kuhl und Englhart mit dem mexikanischen Folk-Song "Chiapanecas" arrangiert von Rafael Mendez das Konzert.

Mit dem einfühlsam intonierten Seoul-"Arirang", eine Art Stadt-Hymne, entführten Cho und Kam an Klavier und Klarinette das Publikum in die südkoreanische Hauptstadt Seoul. Im weiteren Verlauf bezauberten sie mit Virtuosität und flüssigem Spiel bei "Nella Fantasia" von Ennio Morricone und aus Puccinis Oper Turandot mit der Arie "Nessun Dorma".

Verschiedene Stimmungen

Einen interessanten tonalen Kontrast bildete das von Englhart gespielte Alphorn mit sattem tiefen Klang im Duett mit Cho an der Klarinette. Stücke wie "Feenzauber", "Sternenhimmel", "Sehnsucht nach der Ferne" oder "Beim Dorfwirt" und "Zwei Lausbuben" waren Eigenkompositionen von Englhart. Sie luden zum Träumen ein oder zeigten bayerische Spitzbübigkeit.

Absolute Spitzenklasse bewiesen zudem die beiden Pianisten bei ihren Solobeiträgen. Minjeong Jeong Kam beeindruckte die Besucher mit einigen Sätzen aus dem Prelúde op 28 von Frederick Chopin, dem sie mit einem Wechsel aus Melancholie und Leichtigkeit wundervoll Ausdruck verlieh.

Zum Abschluss des Programms präsentierte Karl-Heinz Kuhl meisterhaft die Polonaise cis-Moll op 26 Nr. 1, ebenfalls von Chopin. Mit feurigem Beginn nahm er das Publikum mit durch die verschiedenen Stimmungen, die das Werk auszeichnet. Die Besucher dankten die Beträge mit langanhaltendem Applaus. Als Zugabe war der "Grafenwöhrer Landler" (Alphorn/Klarinette) und "Amazing Grace" zu hören.

Bei einem Gläschen Sekt konnten die Besucher und Künstler den Abend ausklingen lassen. "Es war wunderschön, so etwas könnt ihr gern öfter organisieren", bekamen die Musiker zu hören.

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