14.04.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Sin falta" verzaubert mit Musical "Anna und das Lächeln der Planeten" rund 1400 Zuschauer: Achterbahnfahrt durchs Universum

Neil Armstrong wäre sicher neidisch auf Anna. Er betrat zwar als erster den Mond. Annas Reise führte zu Merkur, Mars, Jupiter & Co.. Die fantastische Geschichte um die Raumfahrerin und das "Lächeln der Planeten" brachte der Jugendchor Sin falta in Grafenwöhr auf die Bühne. 1400 Zuschauer sahen eine der drei Aufführungen am Wochenende.

Die stolze Jupetitia (Mitte, Sabrina Pangerl) meint, unbesiegbar zu sein und hat zu spät erkannt, dass sie auf dem falschen Weg ist. Hier im Bild ist sie mit ihren Begleiterinnen Katharina Ertl (links) und Sina-Marie Spachtholz (rechts).
von Renate GradlProfil

Plutio (Michael Bräutigam) überredete das unglückliche Erdenmädchen Anna (Rebecca Reiß/Eva Mayer) zu der fantastischen Reise. Bisher nagten Angst und Unsicherheit an ihr. Plutio, der Einsamkeit überdrüssig, freut sich, dass er Anna zur Reise ins Planetensystem überreden konnte. Doch als das Tor der Dimensionen sich öffnete, witterte auch die böse Darkphobia (Katja Baumann) ihre Chance. Kaiserin Neptunia (Mirjam Rubenbauer) hatte mit ihrem Gefolge Darkphobia vor langer Zeit vertrieben.

Reise zu Venusia

Ihre Reise führt Anna auch zu Venusia (Laura Kneißl). Sie hat mit negativen Gedanken "nix mehr am Hut". Wie Anna war auch sie lange unzufrieden mit sich: "Meine Haxn zu ungleichmäßig, mei Gsicht zu unsymmetrisch, mei Figur verbogn, den Orsch zu breit! Ich wollt mich deswegen schon unters Messer legn", erzählt sie. Neptunia habe sie davor bewahrt. Venusia warnt Anna: "Du hast die dunkle Energie in dir. Je mehr du zweifelst, umso mehr macht sie dich fertig." Anna müsse lernen sich selbst zu mögen, nur dann könne sie glücklich werden.

Wirbel und gute Laune

Viel Wirbel und gute Laune gab es bei Filmbamboae (Veronika Bräutigam) und ihren Merkuriambos sowie von Lars Mac Mars (Lukas Braun), der auf seinem Planeten mit seiner Putzkolonne schrubbte. Für Aufruhr sorgten auch die Robotoren mit Chef Saturon (Fabian Ließmann) und Jupetitia (Sabrina Pangerl). Ruhe herrschte bei Uranera (Katrin Groß). Kometix (Carina Hoheisel/Milena Wegmann) und Kometax (Johanna Baumann/Theresa Reber), die durchgeknallten Kometensteinwesen erschreckten Anna zwar anfangs, erwiesen sich aber als treue Begleiter.

Die Botschaft des Musicals

Die Botschaft des Musicals war allen Zuschauern schnell klar: "Mach es dir selbst nicht so schwer, glaub an dich und an das Gute in dir." Diese brachten die jungen Akteure sehr gut auf die Bühne. Für Bürgermeister Helmuth Wächter, einer der vielen Gäste, gab es auch einen Ratschlag: "Jeder Wächter (= Plutios) muss über den Dingen stehen, selbst wenn er Helmuth heißt." Am Schluss siegt das Gute und Annas Traum vom großen, erfolgreichen Auftritt als Sängerin wird wahr. Der Jurychef (Wolfgang Bräutigam) gratuliert und meint: "Soweit kommt man nur, wenn man an sich und seine Talente glaubt." Sieger waren dann am Ende alle Beteiligten des Jugendchors "Sin falta" einschließlich Chorleiterin Ute Groß und Regisseur Wolfgang Bräutigam.

Die Zuschauer mit dem längsten Reiseweg kamen aus Cottbus vom dortigen Kindermusical. Sie hatten das Stück von Torsten Karowins vor sechs Jahren bereits aufgeführt und waren begeistert: "Das hier zu erleben, ist wunderbar. Es lässt Erinnerungen aufleben."

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Weitere Informationen im Internet:

oberpfalznetz.de/musical-anna

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