21.03.2018 - 15:36 Uhr
Grafenwöhr

Sitzung des Kulturausschusses in Grafenwöhr Schon viel getan, noch mehr vor

Seit gut einem Jahr ist Birgit Plößner Kulturmanagerin in Grafenwöhr. In der Sitzung des Kulturausschusses (wir berichteten) blickt sie nicht nur auf 2017 zurück, sondern stellt neben dem aktuellen kulturellen Angebot auch die Veranstaltungsorte vor.

Das Landestheater Oberpfalz führte Robin Hood im Sommer auf der Naturbühne am Schönberg auf.
von Stefan NeidlProfil

Die Stadthalle sei die älteste, aber auch die teuerste Halle in der Region. Ihr schlechter Zustand mache es schwierig, Nutzer zu finden. Plößner wolle deshalb Werbemaßnahmen ergreifen. Im Stadtpark stelle der - aufgrund der häufigen Nutzung matschige - Boden ein Problem dar. Für die restaurierte Naturbühne auf dem Schönberg sei eine Nutzungsvereinbarung entstanden und man wolle sich um einen Bestuhlungsplan kümmern. Plößner erklärte, dass bisher bei Events Stühle aus der Stadthalle, vom Truppenübungsplatz oder von einem gewerblichen Anbieter geliehen wurden. Die Stadt überlege nun, ob sich eine Anschaffung der etwa 450 benötigten Sitzgelegenheiten rentiere.

Im Sommer ist der Schönberg ein beliebter Veranstaltungsort: Katholische Theatergruppe, Festival junger Künstler und das Landestheater Oberpfalz bedienten sich der Örtlichkeit im letzten Jahr und haben sich für 2018 bereits wieder angemeldet. Das Schlemmerkino im September hatte unter den schlechten Wetterbedingungen zu leiden, weshalb es dieses Jahr früher stattfindet. Nach der Modernisierung gab es anfangs Probleme mit falschen Anschlüssen und Wasser in Kabelschächten, doch dies bekomme man in den Griff. Der Boden solle zum Teil gepflastert werden und eine Überdachung der Bühne und des Zuschauerbereichs mit Sonnensegeln werde geprüft. Viele Stadträte wünschten sich eine bessere Beschilderung für den Weg zum Schönberg, da Auswärtige den Zugang nur schwer finden.

Für kommende Veranstaltungen gäbe es verschiedene Strategien, die sich danach unterscheiden, ob die Stadt selbst organisiert oder nur vermietet und unterstützt. Zudem will die Kulturbeauftragte Alleinstellungsmerkmale der Stadt verstärkt betonen, was sich exemplarisch in den zahlreicher Elvis-Presley-Darbietungen zeigt. Klaus Schmitsdorf (Linke) sei dies "zu viel Elvis". Er wünschte sich die Förderung lokaler deutscher und amerikanischer Künstler.

Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) betonte, dass in einem Jahr viel passiert sei. Timo Schön (SPD) erkundigte sich, ob Plößner, die nur halbtags bei der Stadt beschäftigt ist, mit der Arbeitszeit auskomme. Er schlug Maßnahmen zu ihrer Entlastung vor. CSU-Stadtrat Gerhard Mark wünschte sich eine Wiedereinführung der Stadtmeisterschaften in diversen Sportarten. Die Fraktionen waren sich einig, dass die Kulturmanagerin gute Arbeit leistet und nahmen die Vorschläge für das Jahr 2018 begeistert auf. (siehe Infokasten)

Kein Imagefilm

Die Stelle der Kulturmanagerin ist gleichzeitig Schnittstelle für den Truppenübungsplatz und Plößner pflegt die Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Grafenwörth in Österreich. Die Idee, einen Imagefilm über Grafenwöhr zu produzieren, liegt derzeit auf Eis. Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zum voraussichtlichen Nutzen. Das Stadt-Logo und der Briefkopf wurden jedoch aktualisiert. (sne)

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