23.08.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Anlass zum Danken und Denken Pflaumensegen

Äste und Zweige nicht nur an diesem Pflaumenbaum sind so üppig beladen, dass sie sich unter der Last bis zur Erde neigen. Bild: az
von Autor AZProfil

Wenn bis zum kalendarischen Herbst auch noch eine ganze Weile hin ist, so lassen sich die Vorzeichen nicht übersehen: Da ist etwa die Getreideernte so gut wie abgeschlossen, abends ist es schon um 21 Uhr dunkel, die typischen Morgennebel sind da, das Obst fällt von den Bäumen.

Klimabedingt sind auch die Pflaumen schon vollreif. Ineinem Garten in Grafenwöhr , macht das Pflücken keine Mühe. Buchstäblich bis zur Erde reichen Äste und Zweige des kleinen Baums. Die Last ist einfach zu schwer, so haben die Vielzahl der prallen blauen Früchte sie nach unten gedrückt. Was fällt einem bei diesem wahren Pflaumensegen unwillkürlich ein?

Der Text des Wettersegens, den der Priester am Schluss der Sonntagsgottesdienste den Gläubigen zuspricht: "Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter. Er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist. Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."

Exakt wird der Wettersegen ab dem 25. April, dem Fest des Evangelisten Markus, bis zum 14. September, dem Fest Kreuzerhöhung, gebetet.

Apropos. "In Dankbarkeit und Freude gebrauchen." Daran sollte man grundsätzlich und verantwortungsvoll denken - und zwar bei allen Konsumgütern, denen wir uns tagtäglich wie selbstverständlich bedienen. Vielleicht ließe sich damit die Wahnsinnsverschwendung zumindest etwas eindämmen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.