26.03.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Christine Haderthauer kritisiert den ausufernden Beitrag des Freistaates zum ... Bayern bezuschusst Berlin

Der Besuch von Christine Haderthauer bei der Grafenwöhrer CSU (wir berichteten) bot den kommunalen Kräften einen Einblick in die Abläufe der Landespolitik. Daneben freute sie sich über viel weiblichen Elan und warb für Edgar Knobloch als neuen Bürgermeister der Stadt.

von Autor XRIProfil

"Für gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land macht Bayern wie kein anderes Bundesland die Kommunen stark", bekannte Staatsministerin Christine Haderthauer. Beim Frühschoppen der CSU standen die Arbeitsplatzsituation auf dem Truppenübungsplatz, landespolitische Themen und die Rückenstärkung für CSU-Bürgermeisterkandidat Edgar Knobloch zur Stichwahl auf der Tagesordnung.

Finanzausgleich regulieren

"Kommunen müssen stark sein", griff die Ministerin das Schaffen von gleichwertigen Lebensbedingungen in Stadt und Land auf. Zukunftschancen seien die Menschen im Land, hier stünden die Arbeitsverhältnisse an erste Stelle. Acht Milliarden Euro gebe Bayern in den kommunalen Finanzausgleich, damit Bürgermeister und Landräte das realisieren, was dort stattfindet. Viel Beifall erhielt Haderthauer bei der Forderung zur Regulierung des Länderfinanzausgleichs. Über vier Milliarden zahle der Freistaat und sei damit Sponsor von Berlin. Diese Gelder könnten auch in unsere Strukturen fließen. Nicht Datenstraßen, sondern Datenautobahnen seien gefordert. Mit 1,5 Milliarden Euro stehe Bayern, im Vergleich zu Baden-Württemberg mit 12 Millionen Euro, an der Spitze der Förderung. Das dreigliedrige Bildungssystem und mehr fachliche Berufsausbildung sowie die Förderung von Handwerk und Mittelstand griff Haderthauer ebenso auf.

"Frauen machen alles"

Als wichtig bezeichnete Ministerin Christine Haderthauer auch "Dinge für's Herz", die eine hohe Lebensqualität bringen. Sozialer Friede, Zusammenhalt, ehrenamtliches Engagement, das europaweit in Bayern die höchste Quote hat, gehören dazu. Die Politik könne vieles steuern und auf die Lebensstrukturen schauen. Ihre Feststellung: "Frauen machen alles, Männer nur Bereiche", sorgte für leichtes Raunen beim überwiegend männlichen Publikum. Umso mehr freute sich die Ministerin über die "Frauenpower", die sie mit einer starken Vertretung der Frauen-Union um Monika Placzek und die beiden Stadträtinnen Anita Stauber und Anita Hessler antraf. Glückwünsche gingen auch an die neue Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Die geborene Grafenwöhrerin und Tochter von Reinhold und Karin Müller erreichte in der Nachbarkommune eine Zustimmung von 84 Prozent. Gäste in Grafenwöhr waren auch Sabrina Kraus und Tanja Renner aus Schlammersdorf. Tanja Renner wurde nicht nur in den Gemeinderat gewählt, sondern ihr Name tauchte auch mehrfach auf dem Bürgermeister-Stimmzettel auf. Glückwünsche zum Erfolg der Frauen sprach Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer aus. Bürgermeisterkandidat Edgar Knobloch freute sich als "Hahn im Korb" über deren Engagement.

Stehende Ovation gab es für die begeisternde Rede von Christine Haderthauer. Freibier und Weißwürste gab's für die Besucher des Frühschoppens.

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