Eigener Festgottesdienst für Ehepaare -Auftakt zum 50-jährigen Kirchenjubiläum
Leben nach Gottes Gebot

Lokales
Grafenwöhr
03.05.2013
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"Sie haben die Zusage, in Liebe und Treue beieinander zu bleiben, eingelöst in guten wie in schlechten Zeiten. Und Gott hat Ihnen dazu seine Gnade und seinen Segen geschenkt. Das ist für uns alle heute ein Grund zur Freude und Dankbarkeit." So Stadtpfarrer Bernhard Müller eingangs in der Friedenskirche.

Es war eine Feier der besonderen Art - und ein Unikat dazu. Viele Ehepaare aus der Pfarrei - sogar welche aus den Nachbargemeinden - waren der Einladung des Pfarrers und des Pfarrgemeinderates zum Jubiläumsgottesdienst gefolgt. Müller feierte mit Kaplan Matthias Zölch Eucharistie. Diese Messe, so erklärte der Pfarrer, solle der Auftakt einer Reihe von Festgottesdiensten sein, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Dreifaltigkeitskirche, bekannt als Friedenskirche.

Schon irgendwie anrührend zu sehen, wie sie sich einträchtig aneinander reihten, junge und ergraute Paare, wie sie sich bei der Erneuerung des Eheversprechens ihrem Partner zuwandten und einander die Hand reichten, wie sie zur Kommunionbank schritten und von den Priestern durch Handauflegung mit den Worten gesegnet wurden: "So segne euch und eure gemeinsame Liebe der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."

Die volle Aufmerksamkeit hatten auch Brigitte und Paul Bauer mit ihrer beeindruckenden Meditation.
Die genau richtigen, wohltuenden, aufbauenden und Mut machenden Worte hatte Stadtpfarrer Müller bei seiner Predigt gefunden. Schöne Erfahrungen wünschte er den Eheleuten hier in der Pfarrkirche. Eine langjährige Gemeinsamkeit sei keine Selbstverständlichkeit. Viele würden schon früh durch den Tod getrennt, zudem werde es heute immer seltener, sich über eine so lange Zeit die Treue zu halten. Die Ehepaare seien leuchtendes Beispiel, wenn es um die Frage gehe, was eigentlich zu einer christlichen Ehe gehöre. Müllers Antwort: "In Treue und Liebe zueinander zu stehen, aufeinander zu achten, einander nicht zu verletzen, bzw. die gegenseitigen Fehler immer wieder zu verzeihen und neu anzufangen."

"Liebt einander..."

"Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Wenn ihr einander liebt", zitierte Müller aus dem Tagesevangelium. Und diesen Schlüsselbegriff für jedwedes Zusammenleben interpretierte er insbesondere auf die kleinste und innigste Ehegemeinschaft so: "Das, was man für sich selbst im Leben wünscht, was man für sich ersehnt und von Gott erbittet, all das auch dem Ehepartner zu wünschen, für ihn zu ersehnen und von Gott zu erbeten."

Du wichtiger als Ich

Wer so die Liebe seines Partners spüren und erfahren dürfe, brauche nicht ängstlich oder berechnend an sich zu denken. Vielmehr dürfe er sich der Anteilnahme und Mitsorge des anderen sicher sein. "Sie haben erfahren, dass für den Partner das Du wichtiger ist als das Ich." Eine solche Prägung habe sicher auch in schweren Stunden Kraft und Hoffnung gegeben. "Und das wird Ihnen auch für die Zukunft Mut machen, den Willen Gottes anzunehmen, Ja zu sagen zu allem, was er Ihnen schicken wird."

Namens der Seelsorger der Pfarrei und des Pfarrgemeinderates wünschte er, auch weiterhin "bewusst aus der Liebe Gottes" zu leben. Alle Wünsche ließ er schließlich einfließen in den bekannten Vers des evangelischen Pfarrers Dietrich Bonhoeffer: "Von guten Mächten wunderbar geborgen... erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."

Anschließend waren alle zu einer Nachfeier ins Jugendheim eingeladen.
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