13.02.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Feuerwehr blickt auf 109 Alarmierungen zurück - Zahl der Aktiven erhöhen Mehr Einsätze als im Vorjahr

von Autor XRIProfil

"Unsere Wehr rettete im vergangenen Jahr 24 Menschen. Leider kam bei den 109 Einsätzen die Hilfe der Floriansjünger für zwei Menschen zu spät." Respektvoll präsentierte Kommandant Hans Pappenberger diese Zahlen bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Die Einsätze, vier mehr als im Vorjahr, schlugen mit insgesamt 1929 Einsatzstunden zu Buche. Die 24 Personen, die durch schnelle und professionelle Hilfe bei Unfällen und sonstigen Unglücken gerettet wurden, bedeuten gegenüber 2013 eine Steigerung um 100 Prozent.

13 Fehlalarme

Die Floriansjünger rückten zu sieben Bränden, sechs Kleinbränden und einem Mittelbrand, aus. Bei 65 Einsätzen musste technische Hilfe geleistet werden. Hier waren 19 Verkehrsunfälle sowie elf Wohnungstüröffnungen die Haupteinsatzgründe. Weiter waren die Floriansjünger bei 17 Sicherheitswachen, hauptsächlich in der Stadthalle, aktiv. Mehr Party-Veranstaltungen sowie schärfere Richtlinien für die Mieter der Stadthalle machten diese Einsätze nötig. 13 Fehlalarme hielten die Wehr zusätzlich in Atem.
Zwölf Fehlalarme gingen auf das Konto von Brandmeldeanlagen und einmal handelte es sich um blinden Alarm (Irrtum des Meldenden). Bei der Auflistung der Einsatzstunden sind die Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen, Gerätepflege und Geräteprüfung nicht mit eingerechnet. Durchschnittlich leisteten die Aktiven etwa 38 Arbeitsstunden bei den Einsätzen, bilanzierte der Kommandant. "Eine Einsatzgruppe mit neun Aktiven, die rund um die Uhr zur Verfügung steht, würde jährlich 1,2 Millionen Euro kosten. Nur durch den freiwilligen Einsatz unserer Aktiven können diese Kosten eingespart werden", verdeutlichte Pappenberger. 2014 sind bereits elf Einsätze zu verzeichnen. Dies entspreche der Tendenz des Vorjahres.

Neben den Einsätzen bedeutete die Ausbildung einen immensen Zeitaufwand. Zahlreiche Übungen, zum Teil unter Mitwirkung der Ortswehren sowie eine groß angelegte Schauübung in der Brandschutzwoche standen auf dem Programm. Zehn Aktive legten die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" ab und weitere fünf besuchten Lehrgänge auf Landkreisebene oder an der staatlichen Feuerwehrschule.
Pappenberger erinnerte zudem an das Fotoshooting der Firma Dräger sowie die Brandschutzerziehungsmaßnahmen in Kindergärten und Schulen. Als Hauptaufgabe für die nächsten Jahre mahnte Pappenberger abschließend die Steigerung vor allem der Zahl der aktiven Mitglieder durch Werbung an.

"Wir brauchen euch auch weiterhin, denn ohne die Feuerwehr ist der Schutz der Bevölkerung nicht gewährleistet." Dies stellte Bürgermeister Helmuth Wächter lobend fest. Er dankte den aktiven Feuerwehrlern für ihr Engagement. Er verglich die Floriansjünger mit Sportlern, die das ganze Jahr trainierten, um bei Notfällen ihre Fähigkeiten einzusetzen. Zum immer wieder diskutierten Thema Wechsellader merkte er an, dass er zusammen mit dem Stadtrat zum Beschluss steht, dieses Fahrzeug zu beschaffen.

287 Mitglieder

Neben den Berichten des Vorstands legte auch der Spielmannszug seinen Bericht vor. Ferner informierte Vorsitzender Alexander Richter über das aktuelle Vereinsleben, anstehende Termine und ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Der Mitgliederstand betrage aktuell 287 Mitglieder. Diese gliedern sich in 54 Aktive, sieben Jugendliche in der Jugendgruppe, 38 passive sowie 137 fördernde Mitglieder. Dem Spielmannszug gehören 46 Musiker sowie fünf passive Mitglieder an.

Kreisbrandmeister Wolfgang Schwarz überbrachte die Grüße der Landkreisführung. "Der Digitalfunk wird noch in diesem Jahr in den Probelauf gehen", zeigte er sich überzeugt. Auch Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark lobte den ehrenamtlichen Einsatz und verdeutlichte dessen hohen Stellenwert in der Bevölkerung.

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