27.08.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Heute beginnen die Tarifverhandlungen für Zivilbeschäftigte der US-Armee - Gewerkschaft ... Die Zeichen stehen auf Streik

Bei den Zivilbeschäftigten der US-Armee droht ein Arbeitskampf. Am heutigen Mittwoch, 27. August, beginnen in Bonn die Tarifverhandlungen für die rund 17 000 zivilen Arbeitnehmer, die bei ausländischen Streitkräften in Deutschland einen Job haben.

von Redaktion OnetzProfil

Auch in Grafenwöhr erwarten die Gewerkschaftsvertreter eine harte Auseinandersetzung. "Wir haben uns aber bereits vorbereitet", versichern Karlheinz Winter, der stellvertretende Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Oberpfalz, und sein Kollege Dirk Stockfisch. Beide waren bei einer Tagung im Betriebsratsbüro in Grafenwöhr dabei.

Ebenfalls an dieser Sitzung teilgenommen hat, Doris Friedl von der Verdi-Tarifkommission Sie bekräftigt: "Unsere Forderung orientiert sich am Abschluss für den öffentlichen Dienst. Drei Prozent - mindestens 90 Euro - hat Verdi für die Arbeiter und Angestellten bei Bund und Kommunen erreicht. Die Beschäftigten der Stationierungsstreitkräfte sind nicht weniger wert! Deshalb muss diese Tariferhöhung auch durchgesetzt werden, zumal es in den Jahren 2010 bis 2013 faktisch einen Lohnstillstand gegeben hat."

Wolfgang Dagner, der Vorsitzende der Verdi-Fachgruppe bei den Stationierungsstreitkräften in der Oberpfalz, zeigte sich überzeugt davon, dass die Beschäftigten sich an entsprechenden Arbeitskampfmaßnahmen beteiligen werden. Auch in der amerikanischen Öffentlichkeit, so Dagner, werde aktuell eine Tariferhöhung um etwa drei Prozent diskutiert; dies als Sofortmaßnahme nach dem Stillstand seit 2010. "Wir stellen uns auch auf eine längere Tarifrunde ein", so Karlheinz Winter.

Die jeweiligen Tarifgesprächstermine wird Verdi mit entsprechenden Maßnahmen begleiten. Hierbei schloss er ausdrücklich aus, dass diese außerhalb der Arbeitszeit der Beschäftigten erfolgen werden. "Wir werden im Falle des Falles für ganztägige Warnstreiks zur Verfügung stehen. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind bereit zu kämpfen und die Streikmaßnahmen werden kurzfristig geplant", fügte Wolfgang Dagner hinzu.

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