18.08.2014 - 00:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Menschen sollen sich Gottesmutter Maria als Vorbild nehmen - Patrozinium der Alten Pfarrkirche "Himmel die Krönung des Lebens"

"Maria ist im Leben und Sterben ihrem Sohn gefolgt. Ihre Treue und Liebe und ihr uneingeschränktes Ja hat sie Gott so nahe gebracht, dass er sie mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen hat." So eröffnete Kaplan Thomas Thiermann die Eucharistiefeier zu diesem Hochfest.

Viele Gläubige feierten das Patrozinium der Alten Pfarrkirche mit. Vorne links: Lektorin Hannelore Lippiotta. Sie trug die Lesungen vor und sprach auch die eindrucksvollen Fürbitten.
von Autor AZProfil

Die Mariä-Himmelfahrts-Kirche feierte Namenstag, und die Gläubigen durften ein liebevoll geschmücktes Gotteshaus bewundern: Rote Gladiolen auf dem Hauptaltar, Blumen auf dem Volksaltar, Rosen auf dem Marienaltar, Blumen auf dem Sebastians-Altar, ein Korb mit einer Mischung von Heil- und Gewürzkräutern vor der Kommunionbank. Als er noch einem andern Beruf nachging, habe für ihn Mariä Himmelfahrt keinen großen Stellenwert besessen, sei dieser Tag in erster Linie ein freier Arbeitstag gewesen, meinte der spätberufene Prediger eingangs.

Verbindung zu Gott

In seiner gedanklichen Auseinandersetzung mit diesem Hochfest stellte er auch die große Bedeutung für die Gesellschaft heraus. Er versuchte sozusagen eine Verbindung von der Welt zum Himmel zu schaffen. Wer glaube, ohne Christus das Paradies erreichen zu können, der irre: "Der Himmel ist Gott selbst und nicht der Mensch." Wenn sich der Mensch von Gott entferne, dann auch von seinem Leben zu Christus. "Wirklich Großes kann nur mit Gott entstehen", gab sich Thiermann überzeugt. "Wir kommen von Gott und wir gehen zu Gott. Wir sind hier auf Erden nur auf der Durchreise."

Leben in Fülle

Mitunter gewinne man den Eindruck, Menschen wollten sich auf Erden für die Ewigkeit einrichten. "Das wird nicht funktionieren." Wir sollten nicht immer zu unserem Nachbarn schauen, vielmehr im Gebet herausfinden, welche Aufgabe Gott uns zugedacht habe - und diese auch erfüllen.

"Wer nicht an den Himmel glaubt, ist zwangsläufig verdammt, hier auf Erden das Paradies zu finden." Die wahre Erfüllung indes sei nur bei Gott. Der Glaube an den Himmel sage uns, nicht allen Verlockungen hinterherzulaufen, vielmehr auch Verzicht zu üben. Es lohne sich, denn Gott habe wahrlich Großes für uns bereitet, so der Priester sinngemäß und verwies in diesem Zusammenhang auf Aussagen von Kirchenvätern und Heiligen. Für ihn sei "der Himmel nichts anders als die Krönung des Lebens", unterstrich der Prediger. Er riet schließlich an, auf Gott zu vertrauen, ihn zu preisen und nicht zu vergessen, dass Gott uns das Leben in Fülle schenken wolle, die Gemeinschaft mit ihm und ein Wiedersehen mit denen, die bereits bei ihm seien. "Möge die Gottesmutter Maria uns Vorbild sein."

Trost und Hoffnung

Lektorin Hannelore Lippiotta hatte in den Fürbitten eingeschlossen: Alle, die ihr persönliches Ja zu Gott gesprochen haben, alle Ordensgeistlichen im Heiligen Land, alle Reisenden, die in diesen Tagen Erholung und Entspannung suchen, alle, die vom Tod eines lieben Menschen betroffen sind, alle, die den Tod vor Augen haben, "dass sie Trost und Hoffnung finden".

Zum Schluss segnete Kaplan Thiermann die mitgebrachten Kräuter und Blumen, die Sinnbild seien "für Gesundheit, Freude und die Verherrlichung Gottes". Welch sympathisch-verbindende Geste beim Verlassen des Gotteshauses. Der Kaplan stand beim Hauptausgang, drückte mit einem gewinnenden Lächeln die Hände und wünschte "einen schönen Feiertag".

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