Peter Nößner referiert bei den AsF-Frauen: So hält man Diebe ab
Schock nach dem Einbruch

Lokales
Grafenwöhr
23.04.2013
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Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele einen Schock, der nur schwer überwunden werden kann. Die Folgen sind oftmals Schlafstörungen, das Zerbrechen von Ehen und mehr. Bevor etwas passiert, gibt es eine einhellige Meinung: "Bei mir wird schon nicht eingebrochen..." - Davor warnte Kriminalhauptkommissar Peter Nößner bei seinem Vortrag bei den AsF-Frauen.

134 000 Einbrüche wurden in Deutschland im Jahr 2012 registriert. Die Tendenz ist steigend. "Es gibt eine Zunahme von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr", erklärte Nößner. Es habe sich gezeigt, dass die Tatorte auch aus unserer Gegend sind. "Bei mir ist nichts zu holen", sagen viele. "Doch wer einbricht, weiß nicht, was er findet. Es handelt sich um Beschaffungskriminalität. Die Täter schauen, was sie finden", ist sich der Kriminalhauptkommissar sicher.

In der Dämmerung

Die Aussage "Hauptsache nachts ist alles verriegelt", stelle sich als Irrtum heraus, denn die meisten Einbrüche werden in der Dämmerung verübt. "Man sollte immer zusperren. Auch ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster", warnte der Referent. Die Versicherung springe nur bei schwerem Diebstahl ein. Geschädigte sollten in einem offenen Dialog mit ihrem Versicherungsvertreter die Umstände klären.

Schutz vor Wohnungseinbrüchen bieten einbruchhemmende Türen und Fenster. Eine sichtbare Sicherungstechnik wirkt auf die Einbrecher abschreckend, denn sie bedeute eine längere "Arbeitszeit" und ein größeres Risiko, entdeckt zu werden. Wenn ein Einbrecher ertappt wird, sollte man ihn keinesfalls an der Flucht hindern, sondern sofort die Polizei verständigen und eine Täterbeschreibung abgeben.
Besser sei, Einbrecher von vornherein von ihrer Tat abzuhalten. Dafür reichen oft schon einfache Maßnahmen: bündige Zylinder an den Türschlössern und Sicherungspilze an Keller- und Erdgeschossfenstern verhindern in den meisten Fällen das Eindringen. Wichtig ist aber auch, dass die Nachbarn gut aufeinander achtgeben, riet Nößner.

Stellvertretende AsF-Vorsitzende Christine Wächter bedankte sich beim Referenten für den informativen Vortrag. Dank galt auch Martina Weiß und Thomas Weiß, dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden, die im Vorfeld ihre Hilfe zur Verfügung gestellt hatten.
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