Stadt jongliert heuer mit Riesensummen
5,9 Millionen Euro für Investitionen

Lokales
Grafenwöhr
17.04.2013
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Der Haushalt der Stadt ist von Schulden geprägt, aber auch von vielen Investitionen (wir berichteten). Im Jahr 2013 beträgt die freie Finanzspanne über eine Million Euro. Im Vorjahr lag diese nach Ansätzen noch bei knapp 900 000 Euro. Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf 5,9 Millionen Euro; dies entspricht rund 93 Prozent der Gesamtausgaben des Vermögenshaushalts. Im Vorjahr investierte die Stadt 4,4 Millionen Euro (87,42 Prozent der Gesamtausgaben im Vermögenshaushalt).

Als größte Posten stehen die Generalsanierung im Innenbereich der Schule für insgesamt rund 2,8 Millionen Euro, die Schaffung einer neuen Krippengruppe im evangelischen Kindergarten für 450 000 Euro und der Neubau des Gerätehauses der Gmünder Feuerwehr für 550 000 Euro an.

Die Ausgaben des Vermögenshaushalts liegen bei 6,2 Millionen Euro. Rund drei Millionen Euro fallen auf Baumaßnahmen, 2,2 Millionen Euro auf Grunderwerb (1,9 Millionen Euro bebauter Grundbesitz, 100 000 Euro Bauland, 150 000 Euro landwirtschaftliche Grundstücke und 11 000 Euro Straßen und Wege). 500 000 Euro sind Investitionszuschüsse und mit rund 400 000 Euro werden Kredite getilgt.

HSG-Deal: zwei Millionen

In dieser Liste ist auch der Kauf des ehemalige HSG-Verwaltungsgebäudes mit rund 660 000 Euro enthalten, das für weitere rund 300 000 Euro zur neuen Stadtverwaltung umgebaut werden soll. Die restlichen Gebäude der ehemaligen Baufirma wurden für 1,267 Millionen gekauft und sollen nach dem Umbau als Bauhof genutzt werden. Die Kosten für den Umbau sind mit 50 000 Euro vergleichsweise gering.
In diesem Jahr werden 240 000 Euro für den Neubau des Feuerwehrhauses in Gmünd veranschlagt und 800 000 Euro für die Generalsanierung der Hauptschule . Für die bereits realisierte energetische Sanierung der Hauptschule sind weitere 250 000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Für die Umgestaltung des Museum seingangs sind heuer 15 000 Euro an Planungskosten und in den Folgejahren 100 000 Euro für die eigentlichen Arbeiten aufgeführt. Für die Umgestaltung der Dauerausstellung bekommt der Heimatverein zweimal einen Zuschüsse in Höhe von 25 000 Euro. Mit 95 300 Euro wird die WC-Anlage im Stadtpark zu Buche schlagen.

Die Errichtung der Kinderkrippe im Evangelischen Kindergarten wird in diesem Jahr mit 350 000 Euro und im Folgejahr mit weiteren 100 000 Euro veranschlagt. Der Hüttener Kindergarten bekommt für Brandschutzmaßnahmen 40 000 Euro. Für 5000 Euro soll ein Wasserspielgerät am Stadtweiher errichtet werden.

20 000 Euro sind für Geräte für einen Seniorenpark und 7500 Euro für ein Trampolin im Waldbad reserviert. Für die Generalsanierung des Flachdachs sind in den Folgejahren 400 000 Euro eingestellt.
Für den Ausbau der Türlgasse sind 240 000 Euro, Wolf-Dietrich-Mayr-Straße 20 000 Euro, Rößlwirtsgasse 50 000 Euro, Pfarrgasse 80 000 Euro und für die Planungskosten für die Umgestaltung der Pausenhofs 10 000 Euro und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung rund 215 000 Euro vorgesehen.

Erschließungsbeiträgeund Zuschüsse

Die Stadt kann mit Erschließungsbeiträgen in Höhe von 220 000 Euro aus Birketäcker, Sebastiansstraße, Mühlleite, Rennsteig und Am Birka rechnen und mit Straßenausbaubeiträgen in Höhe von 210 000 Euro aus An den Wiedgärten/Sattlergasse, In der Wehr/Josef-Richter-Straße, An der Stadtmauer/Türlgasse, Am Geisberg und Wolf-Dietrich-Mayr-Straße.

Die unterschiedlichen Maßnahmen werden mit Zuschüssen von Bund und Land gefördert, wie die energetische Sanierung des Schulgebäudes (658 000 Euro), Generalsanierung Schule (294 000 Euro), Errichtung einer Krippengruppe im Evangelischen Kindergarten (216 000 Euro), Feuerwehrgerätehaus Gmünd (50 000 Euro) Straßenausbau An der Stadtmauer/Türlgasse (289 400 Euro), Wolf-Dietrich-Mayr-Straße (137 000 Euro), Kerschensteinerstraße (55 000 Euro), Schulstraße/Sattlergasse (142 300 Euro), Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED (80 000 Euro) und Pauschale Investitionszuweisung (90 000 Euro).
Die Stadt selbst zahlt an Dritte Zuschüsse, wie an den Evangelischen Kindergarten für die neue Krippengruppe 350 000 Euro, an Private für Hausbau, provisorisch "Einheimischenmodell" genannt 50 000 Euro, dem Kindergarten Hütten für Brandschutzmaßnahmen 40 000 Euro, Das Förderprogramm Altstadtsanierung 25 000 Euro, dem Heimatverein für den Umbau der Museumsausstellung 25 000 Euro, der Katholischen Kirche in Hütten für den Umbau 20 000 Euro und den Sportvereinen 1500 Euro.
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