Stadtrat debattiert über Folgen von 81 Erdwärmesonden
Bohren und nutzen

Lokales
Grafenwöhr
15.04.2013
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Nachdem Josef Neubauer in der Bauausschusssitzung vorgeschlagen hatte, bei Wasserexperte Dr. Karl-Heinz Prösl nachzufragen, welche Probleme mit der Bohrung für 81 Erdwärmesonden zu erwarten seien, wurde die Stellungnahme der Kommune in die Stadtratssitzung am Donnerstag verschoben. Gebohrt werden soll auf den nun frei geräumten Gelände zwischen Martin-Luther-Straße und Shiloh Avenue.

Der Sachverständige antwortete, dass es hinsichtlich der Bohr- und Nutzungsanzeige von seiner Seite keine Einwendungen gebe. "Falls in diesem Bereich eine Interessengemeinschaft besteht, die negative Auswirkungen auf ihre Bausubstanz befürchtet, wäre eine Beweissicherung anzuraten. Allerdings aus fachlicher Sicht ist eine solche aufgrund des Gebirgsaufbaus nicht notwendig", führte Prösl aus.

Der Stadtrat genehmigte die wasserrechtliche Erlaubnis für die 79 Sondenbohrungen - zwei Probebohrungen fanden bereits statt - und verwies auf die Stellungnahmen der Fachbehörden. Der US- Army, die den Antrag stellte, empfahl der Stadtrat eine Beweissicherung der direkt angrenzenden Gebäude, innen und außen zu beauftragen.
Stadtrat Gerhard Mark stimmte in der Bauausschusssitzung dagegen, und forderte nun erneut, dass gleiches Recht für alle gelte. "Ein einzelner, der eine Bohrung machen will, bekommt Ärger, und wenn hier gleich 81 Bohrungen erfolgen, wird es erlaubt", sagte er, bezogen auf den Fall von Familie Bosch in Hütten. Diese musste ein halbes Jahr mit dem Wasserwirtschaftsamt "verhandeln", ehe eine Bohrung erlaubt wurde. Da er aber grundsätzlich dafür ist, Erdwärme zu nutzen, stimmte er nun dafür.
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