Tanja Heidingsfelder gibt Informationen beim Frauenbund zum Thema: "Rente"
"Minijob - Katastrophe für spätere Rente"

Tanja Heidingsfelder gab einen umfassenden Überblick über das Thema "Rente". Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
26.04.2013
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Altersrente, Kindererziehungszeiten, Pflege von Angehörigen, Minijob und Versorgungsausgleich - über dieses weite Feld erstreckte sich der Vortrag von Tanja Heidingsfelder. Die Rentenberaterin der Deutschen Rentenversicherung referierte in Grafenwöhr auf Einladung des Katholischen Frauenbundes und der Evangelischen Gemeinde im Mehrgenerationenhaus.

Frauenbund-Vorsitzende Hildegard Haupt begrüßte die vielen Frauen und einen Mann und meinte: "Ich habe die Hinterbliebenenrente am eigenen Leib gespürt."

Erstes Thema waren die Berücksichtigungszeiten wegen der Kindererziehung. "Es wurde vermutet, dass dies im Wahlkampfgeschehen mit einfließt, jedoch gibt es bisher noch keinen Gesetzesentwurf", erklärt Heidingsfelder. Wer Angehörige in der häuslichen Umgebung pflegt, muss dafür mindestens 14 Stunden pro Woche aufwenden. Neu ist ab 1. Januar 2013, dass man auch mehrere Personen (eventuell die Eltern) miteinander pflegen kann. Die Pflegestufe spielt hierbei keine Rolle. Für eine private Pflegeversicherung gebe es einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro.
Eine Änderung gibt für Minijobs. Die Einkommensgrenze ist von 400 auf 450 Euro angehoben worden. "Minijobs können ein Fluch oder ein Segen sein, aber für die spätere Rente sind sie eine Katastrophe", ist sich die Rentenberaterin sicher. Wenn jemand eine Hauptbeschäftigung hat, kann dieser nur noch einen Minijob bis 400 Euro annehmen. Heidingsfelder riet allen, die einen Minijob haben, sechs Monate lang Pflichtbeiträge einzuzahlen, was mit Vorteilen verbunden wäre. Informationen gibt es dazu auch unter minijob@minijob-zentrale.de.

Außerdem appellierte sie an die Zuhörer, ihre Renteninformation, die von Zeit zu Zeit ins Haus flattert, genau zu überprüfen. Bei den aufgeführten Beträgen handelt es sich um Bruttobeträge. Elf Prozent gehen davon für Pflege- und Krankenversicherung noch weg. Um freiwillig früher in Rente gehen zu können, sei es auch sinnvoll, freiwillige Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen.

Angeschnitten wurden auch der Versorgungsausgleich bei Scheidungen, Witwen- und Waisenrente sowie die Erziehungsrente nach dem Tod des geschiedenen Mannes.

Frauenbund-Vorsitzende Hildegard Haupt und Elisabeth Gottsche vom Mehrgenerationenhaus bedankten sich abschließend mit Blumen bei der Referentin.
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