Volksfest-Organisator Peter Renner: Ein schwerer Verlust für Schausteller und Fieranten
"Wir haben bis zur letzten Minute gehofft"

Lokales
Grafenwöhr
01.05.2013
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(rgr/mm) "Etwa 90 Gewerbetreibende sind davon betroffen und es ist ein Schlag für alle: Das Deutsch-Amerikanische Volksfest fällt aus! Wir haben bis zur letzten Minute gehofft und alles versucht, aber es half nichts. Es tut mir leid für die Schausteller und Fieranten", sagt Peter Renner.

Der Grafenwöhrer ist seit Jahren offiziell der Wirt im großen Festzelt und Organisator für die gewerblichen Betreiber von Buden und Fahrgeschäften. Renner spricht von einem schmerzhaften Verlust: "Es kamen immer mehr Markttreibende als Schausteller. Und diese sind auf die Einnahmen beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest angewiesen, denn viele leben quasi von der Hand in den Mund", beklagt der Organisator.

Die Verträge mit den Leuten waren seit langem geschlossen. Renner ist überzeugt, dass ein Ersatz-Volksfest mit dem DAGA und ohne die große Beteiligung der US-Armee auch funktioniert hätte: "Finanziell hätten wir es in den Griff bekommen." Aber jetzt drohen weitreichende Konsequenzen. "Falls es nächstes Jahr wieder ein Deutsch-Amerikanisches Volksfest gibt, wird es schwer werden, dies zu organisieren. Viele Fieranten werden auf Nummer sicher gehen und sich woanders verpflichten, wenn sie sich auf Grafenwöhr nicht verlassen können. Niemand will in letzter Minute dumm da stehen", mutmaßt Renner.
Für Renner und den Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschuss (DAGA) standen offensichtlich aber schon seit einiger Zeit große Fragezeichen und ein böses Erwachen im Raum. Deshalb ist wegen des Bierzelts auch "noch kein Vertrag abgeschlossen worden", berichtet Renner.

40 000 Euro fehlen

DAGA-Schatzmeister Hermann Marherr bedauert: "Aus dem Zeltbetrieb hat der DAGA in den vergangenen Jahren regelmäßig 30 000 bis 40 000 Euro eingenommen. Das Geld fehlt jetzt."

Einigermaßen in Grenzen hält sich der Ärger in Bezug auf die Musikkapellen. "Endgültige Verträge mit ihnen wurden bisher nicht unterzeichnet", betont Marherr. Juristisch hätte es trotzdem diffizil werden können. "Fällt so eine Absage unter höhere Gewalt?", rätselt er.
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