06.03.2018 - 16:30 Uhr
Grafenwöhr

Albert Füracker übernimmt bei Termin in Grafenwöhr Söder sagt ab

Markus Söder kommt nicht zum Josefi-Frühschoppen, und die CSU Grafenwöhr hat nun ein Problem. Die Nordoberpfälzer Schwarzen zählten im Machtkampf mit Vorgänger Horst Seehofer zu Söders treuesten Unterstützern. Ausgerechnet, weil das Ziel nun erreicht ist, muss der Franke seinen Auftritt beim Josefi-Frühschoppen am 18. März um 10 Uhr in Grafenwöhr absagen.

Markus Söder (links) mit Gerald Morgenstern beim CSU-Parteitag im Dezember. Die Zusage als Finanzminister kann der Ministerpräsident Söder nun nicht einhalten
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die Zusage gab Söder beim Parteitag im Dezember als Finanzminister. Am 16. März wird die CSU-Mehrheit im Landtag ihn zum Ministerpräsidenten wählen, damit übernimmt er auch den Terminkalender der Staatskanzlei. Und in dem scheint kein Platz für den Besuch in Grafenwöhr. Auf eine Anfrage schreibt Söders Sprecherin Tina Dangl schlicht: "Der Termin wird von Herrn Staatssekretär Füracker übernommen."

Für die Kreis- und die Grafenwöhrer CSU endet so eine lange Hängepartie. Landtagabgeordneter Tobias Reiß bemühte sich bis zuletzt um eine Zusage. "Natürlich sind wir jetzt enttäuscht", sagt Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern, der hoffte, dass Söder auch als Ministerpräsident ein "Hintertürchen findet". Die Planung werde nun auf die Situation angepasst. Ober der 47. Josefi-Frühschoppen weiter in der Stadthalle über die Bühne gehen wird, ließ Morgenstern offen. In den Jahren davor hatte die CSU ins Hotel zur Post geladen. Weil sie wegen Söder mit vielen Besuchern gerechnet hatte, war der Umzug in die Stadthalle vorgesehen.

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