Bauausschuss besucht Grafenwöhrer Ganztagsschule
Beinahe eine Sterne-Küche

Zur Inbetriebnahme der Kücheneinrichtung dankte das Team den Gästen mit Pizzaschnitten. Unser Bild zeigt von links Rektor Thomas Schmidt, Carmen Nickl, Bürgermeister Edgar Knobloch, Küchenchefin Maria Roder, Inge Dietl und gfi-Koordinatorin Marina Weiß. Bild: do
Politik
Grafenwöhr
07.02.2018
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Liebe geht durch den Magen - gute Noten auch. In der Offenen Ganztagsschule Grafenwöhr werden die Buben und Mädchen bestens verpflegt - spätestens seit eine neue Schulküche bereitsteht. Von den Erleichterungen überzeugt sich nun der Bauausschuss.

"Es macht Spaß." Küchenchefin Maria Roder und ihre Mitarbeiter Inge Dietl und Carmen Nickl strahlen. Sie haben bekommen, was sie wollten. Eine neue Küchenzeile wertet den Speiseraum der Ganztagsschule auf. Maria Roder nennt die Einrichtung ein komprimiertes Optimum. Ein Elektroherd mit Backofen und integrierter Mikrowelle, dazu ein Dunstabzug, Kühlschränke mit Edelstahlverkleidung, ein Industrie-Geschirrspüler erster Klasse, Wasch-Station, Durchreiche und viel Stauraum lassen das Personal zufrieden auf ihr neues Reich blicken. "Da kann man nur herzlich danken", wandte sich Maria Roder an Bürgermeister Edgar Knobloch und den Bauausschuss.

Das Gremium überzeugte sich bei einem Ortstermin von "ihrer guten Entscheidung" im Interesse der Kinder und des Personals, wie Bürgermeister Edgar Knobloch bemerkte. Das Interesse an der gemeinsamen Verpflegung ist groß. Bis zu 100 Kinder nutzen täglich den Essensservice. "Das waren im Jahr 2017 genau 15 594 Portionen", bilanzierte Martina Weiß. Die Grafenwöhrerin koordiniert im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) das Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschule an der Grund- und Mittelschule Grafenwöhr. Weiß nutzte auch die Gunst der Stunde, um dem Rathauschef und dem Bauausschuss die segensreiche Arbeit der gfi in Grafenwöhr näherzubringen. Die gfi-Vertreterin erinnerte an die Anfänge vor 15 Jahren und erläuterte in einer kurzen Powerpoint-Analyse die gute Entwicklung der OGS Grafenwöhr bis hin zu den aktuellen Projekten mit Vorbildfunktion. Als Koordinatorin für das 13 gfi-Mitarbeiterinnen starke Team erinnerte Weiß an das große Aufgabenspektrum der OGS einschließlich einer Gebundenen Ganztagsklasse und einer Bus- und Freistundenaufsicht. Als Partner von 43 Schulen stelle sich die gfi den schulischen Anforderungen in der Region, betonte die Sprecherin und verwies auf das Drei-Säulen-Angebot des gemeinsamen Mittagessens, des Hausaufgaben- und Lernzeitbereiches und der Freizeitbetreuung in Kernzeiten von montags bis donnerstags bis 16 Uhr. Martina Weiß verwies zudem auf erweiterte Betreuungsmöglichkeiten an Freitagen, am Buß- und Bettag und im Rahmen von Ferienfreizeiten.

Wunschlos glücklich war das gfi-Team dennoch nicht. Empfehlungen gab es zur Anschaffung neuer Sitzgarnituren und für einen Sonnenschutz in den Betreuungsräumen der Ganztagsschule. "Für die Besucher der OGS gibt es keine hitzefreien Stunden", begründete das Personal den Vorschlag, der in den nächsten Haushaltsberatungen Berücksichtigung findet, wie Bürgermeister Edgar Knobloch versicherte. Lob für die Vorreiterrolle der Stadt für "diese tolle Einrichtung" kam von Bürgermeister a. D. Helmuth Wächter. Rundum zufrieden zeigte sich Schulleiter Thomas Schmidt. "Es läuft gut", bemerkte er und verwies auf das spannungsfreie Miteinander zwischen Stadt und Schulleitung. Hintergrund

Der Spruch an der Pinnwand des Speiseraumes "Wir sitzen zusammen, der Tisch ist gedeckt, wir wünschen uns allen, dass es gut schmeckt" galt beim Ortstermin auch für die Stadtvertreter. Das Küchenteam überraschte Bürgermeister und Räte mit einer pikant-knusprigen Pizza-Kostprobe. Der Speiseplan für die täglich bis zu 100 Kinder, die den Essensservice im Zweischichtbetrieb nutzen, verspricht ähnlich gute Geschmackserlebnisse. So heißt es im Wochenplan des Catering-Unternehmers Specht von Ende Januar: Montag: Hähnchenkeule mit Pommes und Salat. Dienstag: Putengyros mit Tomatenreis und Krautsalat. Mittwoch: Fischstäbchen mit Ofenkartoffeln. Donnerstag: Leberkäs mit Püree und Gemüse. Freitag: Pfannkuchen mit Apfelmus. Selbstverständlich gab es dazu auch Nachspeisen.

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