09.02.2018 - 20:00 Uhr
Grafenwöhr

Bauausschusssitzung Grafenwöhr Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Die Haidenaab kann zum reißenden Fluss werden. Um Hochwasserschäden zu vermeiden, planen Experten, die Wehranlage bei Hütten zu sanieren. Ein schwieriges Unterfangen. Die Planungen ziehen sich. Jetzt besteht Hoffnung auf baldigen Baubeginn.

Die Wehranlage, die den Ortsteil Hütten vor dem Hochwasser der Haidenaab schützen soll, ist in die Jahre gekommen. Eine Sanierung steht an. Neueste Informationen gab es durch Bürgermeister Edgar Knobloch und Stadtbaumeister Hans Rettinger in der jüngsten Bauausschusssitzung. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Grafenwöhr/Hütten. Um den Grafenwöhrer Ortsteil so gut wie möglich vor Hochwasser zu schützen, plant das Wasserwirtschaft, die alte Wehranlage unweit der Straßenbrücke der Hüttener Hauptstraße umzurüsten. Immerhin gehen die "Wassermänner" bei Stark-regen von Abflussmengen bis zu 167 Kubikmeter je Sekunde aus.

Kleine Tsunamis rollen dann auf das Sperrwerk zu. Das Bauwerk ist in die Jahre gekommen. Höchste Zeit für eine technische Um- und Aufrüstung. Der Hauptzweck, Hochwasserereignisse über den Haidenaab-Flutkanal abzuleiten, ist sicherzustellen. In der jüngsten Bauausschusssitzung berichtete Bürgermeister Edgar Knobloch über den Stand der Planung. Als neueste Entwicklung bezeichnete der Bürgermeister die Absicht des Wasserwirtschaftsamtes Weiden, im Zuge der Umbauarbeiten das sogenannte Hubschütz an der bestehenden Triebwerkskanalbrücke zurückzubauen.

Daraufhin warnten Josef Neubauer und Helmuth Wächter vor Verschlechterungen an der Hydraulik der Wehranlage. Grundlos, wie Stadtbaumeister Hans Rettinger bemerkte und in diesem Zusammenhang auf Berechnungen des planenden Ingenieurbüros verwies. Umfangreicher waren da schon die Wünsche des Hüttener Stadtrates Gerhard Mark. Er regte an, im Zuge der Wehranlagen-Sanierung auch die Straßenbrücke umzubauen oder noch besser eine Brücke "abgerückt in Richtung Dorfmitte" zu erstellen.

Die Kostenfrage von Anita Hessler beantwortete der Bürgermeister zur Zufriedenheit aller Ratsmitglieder mit dem Hinweis der Kostenfreistellung der Kommune. "Für das Wehr ist der Freistaat zuständig", die Haidenaab s ein Gewässer erster Ordnung. Umso leichter fiel dem Gremium mit Hinweisen zur Berücksichtigung aller Wasserrechte die Zustimmung zu den Planungen des Ingenieurbüros und der Fachbehörde.

Vorsorglich warnte Stadtbaumeister Hans Rettinger vor negativen Auswirkungen auf die Straßenbrücke. "Die Brückenkonstruktion darf nicht in Mitleidenschaft gezogen werden." Mit dem Beginn der Bauarbeiten rechnet der Stadtbaumeister laut Bauzeitenplanung des Wasserwirtschaftsamtes im August 2018. Geplant ist die Fertigstellung im Oktober 2018.

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