Bauausschusssitzung Grafenwöhr
Gmünder Grundstücke

Bei einem Ortstermin des Bauausschusses durften auch die Grundstückseigentümer mitreden. Übereinstimmend plädierten der Bauausschuss und die Anlieger für einen Straßenquerschnitt von sechs Metern. Bild: do
Politik
Grafenwöhr
07.12.2016
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geht mit gutem Beispielen voran. In der Soldatenstadt haben neue Baugebiete Vorfahrt - erst recht, wenn sie nur noch auf Erschließung warten. Die Planung im Ortsteil Gmünd ist weit fortgeschritten. Mit der Erschließung entstehen 25 neue Bauparzellen.

In der Bauausschusssitzung auf dem künftigen Baugelände konnten auch die Grundstückseigentümer ihre Meinung zur Erschließung sagen. Für kommenden Januar angekündigt, lud Bürgermeister Edgar Knobloch noch im alten Jahr zu einem Ortstermin in die Baugebiete "Hirtäcker" und "Hinkacker" ein. Während das Areal "Hirtäcker" auf die Resterschließung wartet, handelt es sich im Gebiet "Hinkacker" um eine Ersterschließung. Beide Bebauungspläne sind schon seit über zehn Jahren rechtsgültig. In der Novembersitzung des Stadtrates vorbesprochen, machte sich nun der Bauausschuss vor Ort ein Bild von den Erschließungsplänen des Planungsbüros Wolfgang Schultes.

Doch wesentliche neue Erkenntnisse zum Planungskonzept des Architekturbüros sollte der Ortstermin nicht mehr bringen. Michael Wagner unterstrich seinen Vorschlag, die insgesamt 578 Meter langen Straßenneubauten mit einem Querschnitt von 6 Metern einschließlich eines 1,5 Meter breiten Multifunktionsstreifens zu errichten. Der Planer sprach von einer eleganten Lösung mit Mulde und verwies auf das "Gößenreuther Modell". In Gößenreuth sei ein ähnliches Konzept verwirklicht worden. Sichergestellt ist bereits die kostengünstige Erschließung mit Kanal und Wasser.

Im behaglichen Florianstüberl der Feuerwehr Gmünd im Haus der Vereine war Harmonie angesagt. Mit den Grundstückseigentümern war sich der Bauausschuss einig, die Baulanderschließung kostengünstig mit 4,50 Meter Straßenbreite und einem 1,50 Meter breiten Versorgungsstreifen auszuführen. Ohne den Multifunktionsstreifen soll die Querverbindung im westlichen Teil der Baugebiete in Richtung Biogasanlage gebaut werden. Mit dieser einstimmigen Vorgabe des Bauausschusses wurde Michael Wagner aus der Sitzung verabschiedet.

Unter Hinweis auf den in den Bebauungsplänen vorgegebenen Straßenquerschnitt von sieben Metern sprach sich Gerald Morgenstern (CSU) dafür aus, nicht mehr benötigte Geländestreifen den Baugrundstücken zuzuschlagen. Energisch plädierte Josef Neubauer (CSU) dafür, den bereits erschlossenen Teil des Putzwinkelweges nicht in die Erschließungsplanung aufzunehmen. Gleichzeitig empfahl der Gmünder, den Eigentümer der Biogasanlage zur Versorgung der neuen Siedlung mit Fernwärme zu ermuntern.

Optimistisch zeigte sich Bürgermeister Edgar Knobloch mit Blick auf die Eigentumsverhältnisse im neuen Baugebiet. "Zwei Grundstücke gehören bereits der Stadt. Weitere Bauplätze sollen hinzukommen", hofft der Rathauschef und verwies auf vielversprechende Verhandlungen.
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