06.09.2017 - 15:40 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bauausschusssitzung im Bauanträge und verschwundene Plakate

In der Neuen Amberger Straße soll ein Ladengeschäft in einen Imbiss umgebaut werden. Dazu muss eine Dunstabzugshaube installiert werden, die die Emissionen durch das Dach abführen soll. Deren Einbau erfolge teilweise über öffentlichen Grund, was die Zustimmung des Bauausschusses bedurfte. Thomas Reiter (CSU) klärte das Gremium darüber auf, dass den Gästen keine Toiletten zur Verfügung stehen müssen, solange der Gastronom keinen Alkohol ausschenke, was hier der Fall sei. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

von Stefan NeidlProfil

Der nächste Tagesordnungspunkt behandelte die Zustimmung zur Errichtung eines Trainings- und Schulungszentrums der US-Armee im Truppenübungsplatz. Der 100 mal 65 Meter große Komplex soll im Camp Aachen gebaut werden. Nach einer kurzen Diskussion über die Einbindung Grafenwöhrer Firmen konnte einstimmig zugestimmt werden. Nahe der Gemeinde Trabitz soll ein Areal von 1,4 Hektar mit Photovoltaik-Anlagen bestückt werden. Als Nachbargemeinde müsse Grafenwöhr diesem Vorhaben zustimmen, was der Bauausschuss ohne Probleme tat. Des Weiteren wird die Schulküche für die Mittagsbetreuung erneuert und soll rechtzeitig zum Schulbeginn fertig werden.

Die Espanbrücke nahe Gmünd soll demnächst ersetzt werden. Die alte Brücke war ursprünglich nicht für schwere Landmaschinen geschaffen und so käme eine Reparatur nicht in Frage. Das Gremium diskutierte über mehrere Gestaltungsmöglichkeiten, wobei vor allem Josef Neubauer (CSU) aus Gmünd auf die Hochwasserproblematik hinwies.

Klaus Schmitsdorf (Die Linke) fragte nach einer Errichtung in privater Trägerschaft, da er keinen Nutzen für die Allgemeinheit in der Brücke sieht. Bürgermeister Edgar Knobloch erwiderte, dass er Recht habe, wenn man die Landwirtschaft aus der Allgemeinheit ausschließe und er sich nicht vorstellen könne, wer denn privat eine Brücke baue. Die Straße im Grabengrund weise Risse auf, da es dort nur eine Oberflächenverbesserung gegeben habe und der Untergrund belassen wurde. Vor dem Winter und dem auftretenden Frost sollen diese Risse auf jeden Fall vergossen werden. Schmitsdorf bemängelte die Situation im Stadtpark, da dort regelmäßig Alkohol getrunken, Fußball gespielt und der Müll liegengelassen werde. Knobloch schlug vor, Schilder aufzustellen, um das Verhalten zu regeln und die Polizei nochmals für das Alkoholverbot auf öffentlichen Flächen zu sensibilisieren und zu Kontrollen anzuhalten.

Etwas hitzig wurde es zum Abschluss, als Schmitsdorf auf die Wahlplakate in Grafenwöhr zu sprechen kam. So seien an allen Plakatwänden Plakate verschwunden mit Ausnahme derer einer Partei. Sein Verdacht fiel so auf die Mitglieder einer politischen Jugendorganisation, dass diese parteifremde Plakate entfernen würde. Zwar konnten einige Bauausschussmitglieder bestätigen, dass tatsächlich Plakate verschwunden wären, wollten aber nicht so weit gehen, Personen zu verdächtigen. Gerade Gerald Morgenstern (CSU) verbat sich solche Anschuldigungen, ohne dass konkrete Beweise vorliegen würden. Auch Knobloch stellte klar, dass dies nicht Angelegenheit der Stadt sei, sondern der Ermittlungsbehörden, wogegen Anzeige erstattet werden kann.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp