31.01.2017 - 19:24 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Bundeswehr: Einsatz in Litauen bei "Enhanced Forward Presence" Vorhut im Baltikum

Grafenwöhr/Oberviechtach. Bei nasskaltem Winterwetter hat das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf) am Dienstag seine ersten Fahrzeuge für den sechsmonatigen Nato-Einsatz in Litauen verladen. Rund 40 Fahrzeuge, darunter Geländewagen vom Typ "Wolf", Lastwagen und Transportpanzer vom Typ "Boxer", rollten in der US-Garnison Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) auf die Eisenbahnwaggons. Insgesamt verlegt die Bundeswehr per Bahn rund 200 Fahrzeuge, darunter 20 Schützenpanzer vom Typ "Marder" und sechs Kampfpanzer vom Typ "Leopard".

Das deutsche Vorkommandos bei der Ankunft  in Vilnius (Litauen). Mit Oberstleutnant Christoph Huber (Mitte), der Kommandeur des von der Bundeswehr angeführten Nato-Bataillons, erreichte zusammen mit 17 Soldaten in einer Transall mit einem Tag Verspätung Litauen.Foto: Céline Hochholzer/Bundeswehr/dpa
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Die Vorhut der Oberviechtacher unter der Führung von Kommandeur Oberstleutnant Christoph Huber ist vor einer Woche im litauischen Rukla angekommen. Er führt die Nato-Kampfgruppe, die der litauischen "Iron Wolf"-Brigade unterstellt ist. Erste belgische Soldaten sind ebenfalls in Rukla eingetroffen. Weitere Soldaten kommen aus den Niederlanden und Norwegen. Von deutscher Seite werden die Panzergrenadiere von Soldaten des Versorgungsbataillons 4, des Panzerpionierbataillons 4 und des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) unterstützt. Zudem gehen Sanitätskräfte aus Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach) und Soldaten vom Artilleriebataillon 131 in Weiden mit.

Unterdessen kündigte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) an, die "Auslandsverwendungszuschläge nicht nur für mandatierte Einsätze, sondern gleichgestellt auch für einsatzgleiche Verpflichtungen wie etwa ,Enhanced Forward Presence'" zu gewähren. Dies ersetze die Auslandsdienstbezüge oder den Ausgleich besonderer zeitlicher Belastungen. Deshalb werde auch die europäische Arbeitszeitrichtlinie nicht angewendet.

Ein Video der Nato über die Verladung des Materials in der Grenzlandkaserne in Oberviechtach:

Video: Natochannel

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