23.04.2018 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Eschenbacher Polizei stellt Unfallstatistik vor Öfter Blitzer bei der Wolfgangssiedlung

Beim Sicherheitsgespräch zwischen Vertretern der Polizeiinspektion Eschenbach und Bürgermeister Edgar Knobloch erläuterte Hauptkommissar Walter Schäffler die Unfallstatistik 2017 für den Dienstbereich. Seit 2013 sei ein moderater Anstieg festzustellen, wobei 2015 mit 900 Vorfällen ein Ausreißer nach oben gewesen sei. Im Vergleich zu 2016 mit 841 Unfällen blieb die Zahl 2017 mit 846 fast konstant. Es gab zwei Verkehrstote, 93 Leicht- und Schwerverletzte, 156 schwerwiegende Unfälle und 597 Kleinunfälle - davon waren 404 Wildunfälle. Die Werte hätten sich im Vergleich zum Vorjahr nicht auffällig verändert, wobei es 2016 keinen Verkehrstoten gab.

von Stefan NeidlProfil

Werner Stopfer, Dienststellenleiter der Polizei Eschenbach, erklärte, dass es im vergangenen Jahr 107 Unfallfluchten gab. Davon konnten 40 aufgeklärt werden. Ein Zettel mit den Kontaktdaten am anderen Fahrzeug reiche nicht aus. Korrekterweise muss nach einiger Wartezeit die Polizei verständigt werden, sagte er. Überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen bezeichnete Walter Schäffler als "Unglücksursachen von besonderem Interesse". Zu schnelles Fahren war 29 Mal der Schadensgrund - eine drastische Steigerung von 16 zum Vorjahr. Es geschahen neun alkoholbedingte Vorfälle, und Drogen konnten kein einziges Mal als Grund ausgemacht werden. Erfreulich sei der Rückgang von Alkoholfahrten. Dabei unterscheidete Schäffler zwischen Ordnungswidrigkeiten (0,5 bis 1,09 Promille) und Straftaten (ab 1,1 Promille). 2016 nahm die Polizei jeweils 61 Fälle auf und 2017 fiel der Wert auf 33 bzw. 27. Die schwersten Vergehen: ein Radfahrer mit 2,83 Promille und ein Quadfahrer mit 2,52. Fahrten unter Drogeneinfluss haben mit 17 statt 21 etwas abgenommen.

Stopfer möchte darauf hinweisen, dass in nächster Zeit verstärkt in der Pressather Straße geblitzt wird. Kürzlich gab es dort zwei Unfälle und bei vorherigen Messungen wurde eine erhöhte Beanstandungsquote festgestellt. Er bedankte sich zudem für die gute Zusammenarbeit mit Stadt, BRK und Feuerwehren. Knobloch berichtete, dass an allen Ortseingängen zum Stadtgebiet Messgeräte zur Selbstkontrolle aufgestellt werden. Er dankte für die Arbeit der Polizei, die präsent ist, ohne zu sehr aufzufallen.

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