09.02.2018 - 20:00 Uhr
Grafenwöhr

Grafenwöhrer CSU hofft, dass Zusage des Finanzministers auch für Ministerpräsident gilt Zittern um Söder

Die Oberpfälzer CSU und der Kreisverband Neustadt zählten zu Markus Söders Unterstützern, als es Ende 2017 parteiintern um den Ministerpräsidenten-Posten ging. Dass sich Söder durchsetzte, sorgt nun bei der Kreis-CSU und beim Ortsverband Grafenwöhr für ein wenig Kopfzerbrechen.

"Wir würden uns freuen, Sie als Ministerpräsident begrüßen zu können", hat Edgar Knobloch (von links) beim Parteitag in Nürnberg zu Markus Söder gesagt. Dessen Antwort: "Schaun ma mal". Der Bürgermeister und Gerald Morgenstern hoffen nun das Beste. Bild: exb
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Söders Auftritt beim Josefi-Frühschoppen in Grafenwöhr am 18. März soll Höhepunkt des "Politischen März" werden. Die Veranstaltungsreihe von 14. Februar bis 28. März bietet Termine, von Zoigl-Abend bis Polit-Diskussion. Ob aber nun Zugpferd Söder kommt, ist unsicher - eben weil er das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen wird.

"Zugesagt hat er als Finanzminister", sagt der Orts- und stellvertretende Kreisvorsitzende, Gerald Morgenstern. Mit Bürgermeister Edgar Knobloch habe er den Termin mit Söder beim Parteitag der CSU im Dezember 2017 in Nürnberg vereinbart. "Ich kenne Söder aus JU-Zeiten", sagt Morgenstern. Schon 2005 habe er ihn als Generalsekretär zum 60. Jubiläum des Ortsvereins und 2010 als Gesundheitsminister zum Josefi-Frühschoppen geholt.

Beim Parteitag ergab sich aber eben auch die personelle Einigung: Seehofer bleibt Parteichef, Söder wird Ministerpräsident. "Damals war April für die Amtsübergabe vorgesehen", sagt Morgenstern. Nun soll die Übergabe im März erfolgen. Ob der Termin in Grafenwöhr noch gilt, werde derzeit geprüft. "Unser Landtagsabgeordneter Tobias Reiß kümmert sich", sagt Morgenstern. Er hofft nun, dass die Staatskanzlei für 18. März keinen anderen Termin für den Ministerpräsidenten vorgesehen hat.

Die Situation ist nicht ganz einfach. "Mit Söder können wir den Josefi-Frühschoppen nicht so feiern, wie in den vergangenen Jahren", erklärt Morgenstern. Bei der Traditionsveranstaltung waren die vergangenen 47 Jahre zwar immer Hochkaräter als Redner vor Ort, aber noch kein designierter Ministerpräsident. Statt eines Wirtshaus-Saals hat die CSU die Stadthalle gebucht. Um diese zu füllen, sollte ein Schwergewicht am Rednerpult stehen.

Einen Plan B gebe es derzeit nicht. Die CSU hofft, dass alles gut geht. Wenn, dann könnte es sogar richtig gut werden für die Grafenwöhrer CSU. Als wahrscheinlichster Termin für die Übergabe von Seehofer auf Söder gilt der 15. März. Durchaus möglich also, dass Ministerpräsident Söder einen seiner ersten Auftritte in der Stadthalle Grafenwöhr absolviert.

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