28.05.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

MdB Albert Rupprecht besucht Politpicknick der Jungen Union Große und kleine Politik im Grünen

Die Junge Union Grafenwöhr hat mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht einen prominenten Gesprächspartner geladen. Dieser gibt beim lockeren Plausch und herzhaften Schmankerln seine Einschätzung der politischen Lage zum Besten, interessiert sich aber auch für die Anliegen und Probleme der Jugendlichen.

Mitglieder der Jungen Union aus Grafenwöhr und Pressath gaben ihre Wünsche an Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Bürgermeister Edgar Knobloch (hinten, Zweiter und Dritter von links) weiter. Bild: sne
von Stefan NeidlProfil

(sne) Große und kleine Politik gab es beim Polit-Picknick der Jungen Union. Neben den Gastgebern aus Grafenwöhr fanden sich auch eine Delegation der JU Pressath und Bürgermeister Edgar Knobloch im Innenhof des Kastenhauses ein. Anita Hessler vertrat den CSU-Ortsverband Grafenwöhr. Die Fragen waren vielschichtig. So ging es um Rupprechts aktuelle Projekte und die Vorbereitung des Wahlkampfes für die Bundestagswahl 2017.

Keine Prognose für Wahl

Der Politprofi erklärte dabei alle Facetten seiner Tätigkeit, die Organisation seines Teams und was ihn persönlich von anderen Politikern unterscheide. Besonders wichtig sei ihm die Berücksichtigung der kulturellen Besonderheiten eines jeden Wahlkreises, und dass ein Wahlkampf ohne die Ortsverbände und lokalen Unterstützer nicht zu stemmen sei.

Einen Blick in die Kristallkugel zur Bundestagswahl wollte er nicht werfen. Diese sei noch zu weit weg, es könne viel passieren. Klar erkenne Rupprecht, dass die Wähler mit dem momentanen Kurs der Union zufrieden seien. Dennoch bestehe immer Gefahr, dieses Potenzial durch unbedachte Entscheidungen zu "versenken", oder dass bestimmte Interessengruppen den Wahlkampf beeinflussen. Bürgermeister Edgar Knobloch betonte hier die Unterschiede zwischen lokalem und nationalem Wahlkampf.

Jugendtreffpunkt im Fokus

Rupprecht war neugierig auf die Erwartungen der Jungen Union. Die Pressather bemängelten die Möglichkeiten für Jugendliche, sich an geeigneten Orten zu treffen. Sie wünschten sich öffentliche Treffpunkte, möglichst mit Ausweichmöglichkeiten, um sich zurückzuziehen und verschiedene Aktivitäten mit dem eigenen Freundeskreis wahrnehmen zu können.

Rupprecht betonte sein Interesse an solchen Wünschen. Während vor Jahren noch die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen oberstes politisches Ziel war, hat dies aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und der niedrigen Arbeitslosigkeit etwas an Bedeutung verloren. Heute findet er es wichtig, junge Leute in der Region zu halten und eine Flucht in die Städte zu vermeiden. Das Mitgliedes des Bundestags sprach über den Umgang mit den Mächtigen der deutschen Politik. Er lobte Angela Merkel für ihren Umgang mit Kritik und ihrer Standhaftigkeit auf nationaler und europäischer Ebene. Er glaube, dass die Schwesternparteien einen gemeinsamen Kurs in der Flüchtlingsfrage gefunden haben und sehe wenig Konfliktpotenzial nach der Bundestagswahl. Seit sie Bundeskanzlerin geworden ist, habe er weniger persönlichen Kontakt. In ihrer Zeit als Fraktionsvorsitzende gab es durchaus gemeinsame Essen und zu gewissen Anlässen Präsente.

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