30.03.2018 - 21:20 Uhr
Grafenwöhr

Neue Bundeswehreinheit für Grafenwöhr Nato willkommen

Eine neue Nato-Einheit der Bundeswehr für Grafenwöhr? Wenn es nach Edgar Knobloch geht: "Gerne". Schließlich hat die "Strategische Verlegung" einen großen Vorteil. Sie macht keinen Krach. 

Edgar Knobloch. Bild: exb
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die neue Nato-Logistik-Einheit der Bundeswehr soll nach Grafenwöhr. Mit dem Vorschlag hat Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht am Mittwoch viele überrascht. Bürgermeister Edgar Knobloch war dagegen in die Pläne eingeweiht. Und er steht voll und ganz dahinter, erklärt er am Donnerstag auf Nachfrage. "Albert Rupprecht hat mit mir über dieses Thema gesprochen." Ruppert habe damit offene Türen eingelaufen. "Natürlich würde diese Einheit gut nach Grafenwöhr passen." Dabei denkt Knobloch nicht nur daran, dass es in der Stadt bereits soldatische Infrastruktur gibt. Für ihn geht es auch um einen Ausgleich für die Menschen in der Region. "Wir müssen einiges an Belastung aushalten", sagt der Bürgermeister und verweist auf die jüngsten Übung mit schweren Geschützen, die bei den Anwohnern des Areals wieder einmal die Fensterscheiben zum Wackeln brachte. Immer häufiger seien es Nato-Einheiten aus verschiedenen Ländern, die "im Lager" üben. "Wieso sollte nicht eine Nato-Einheit nach Grafenwöhr, die für Anwohner keine Nachteil bringt." Das wäre auch eine Art Behördenverlagerung.

Die neue Bundeswehr-Einheit Strategische Verlegung soll für die Nato Transporte und Logistik organisieren. Die Rede ist dabei von rund 300 Fachkräften. Bisher war als Standort vor allem Ulm im Gespräch. Als Anfang dieser Woche der Amberger Landtagsabgeordnete Harald Schwartz die künftig leerstehende Leopold-Kaserne in Amberg als Standort in Spiel brachte, macht nun am Donnerstag Albert Rupprecht seine Bemühungen für den Standort Grafenwöhr öffentlich.

Wie und wo die Einheit aber in Grafenwöhr arbeiten könnte, ist laut Knobloch noch unklar. "Hier müssen zunächst Gespräche mit der US-Armee geführt werden", zeigt der Bürgermeister die nächsten Schritte auf. Diese Gespräche müssen aber auf höherer als auf Bürgermeister-Ebene geführt werden. "Ich stelle meine Kontakte aber gerne als Vermittler zur Verfügung."

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.