29.12.2017 - 15:32 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Neuer Kommandeur mit guten Beziehungen nach Grafenwöhr "Ein Freund in Wiesbaden"

Das Heer der US-Armee in Europa hat einen neuen Chef. Der Mann ist in Grafenwöhr nicht nur gut bekannt - er ist ein Freund.

"Top von Graf", Christina Cavoli, Edgar Knobloch, Christopher Cavoli und dessen Sohn Alex (von links) auf der Spitze des Wasserturms im Juli 2014. Damals war die Familie gerade ins Forsthaus eingezogen. Bild: mor
von Autor MORProfil

"Das kann nur von Vorteil sein": Für Bürgermeister Edgar Knobloch ist General Christopher Cavolis Beförderung und die Verwendung als Kommandeur des US-Heeres in Europa eine sehr gute Nachricht. Cavoli war von 2014 bis 2016 Kommandeur des 7. US-Armee Ausbildungskommandos (7th ATC) in Grafenwöhr. Die Familie war bestens integriert und pflegte gute Verbindungen zu Familie Knobloch.

"Er ist einer der intelligentesten Menschen, die ich kenne", pries General Walter Piatt einst seinen Nachfolger. Beim Abschied nach Hawaii erhielt Christopher Cavoli den zweiten Stern an die Brust geheftet. Nun übernimmt der Offizier mit italienischen Wurzeln in Wiesbaden das Kommando (wir berichteten). Dass er nach eineinhalb Jahren zum Generalleutnant befördert wird, zeige dass bei Christopher Cavoli nicht nur das Menschliche passt, findet Knobloch. "Er leistet auch als Soldat Hervorragendes", beurteilt Knobloch, dem Cavoli persönlich per Whats-App aus Hawaii mitteilte, dass er nach Deutschland zurückkehrt.

"Die ganze Familie freut sich. Nur Sohn Alex ist etwas betrübt, er geht in Hawaii vier Mal in der Woche zum Surfen, das wird er in Wiesbaden nicht können", stand in der Nachricht. "Die Cavolis waren gerne in Grafenwöhr, die Söhne Nick und Alex nutzten die Freizeiteinrichtungen wie das Waldbad, Ehefrau Christina mochte den Wochenmarkt", weiß Knobloch. Auch privat kamen die Familien zusammen, etwa für Radtouren. Beim Fischerfest ruderten Bürgermeister und General im gleichen Sautrog gegen die Konkurrenz. "Die Generäle leben ihren Soldaten die guten Beziehungen zum Gastgeberland vor", sagt Knobloch. "Cavoli war der erste General, der in einer Stadtratssitzung saß, Probleme haben wir auf kurzen Wegen gelöst", lobt das Stadtoberhaupt. Er setzt darauf, dass nun auch die Wege nach Wiesbaden "kürzer" werden.

"Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unserer Streitkräfte in Europa", bekannte Cavoli einst. "Es ist gut einen Freund in Wiesbaden zu haben", sagt Knobloch. Auch die Ankündigung in der privaten Mitteilung, dass der künftige Generalleutnant Cavoli jede Chance nutzen wird, nach Grafenwöhr zu kommen, lässt Knobloch hoffen einen guten Freund wieder öfter zu treffen.

Die ganze Familie freut sich. Nur Sohn Alex ist etwas betrübt, er geht in Hawaii vier Mal in der Woche zum Surfen, das wird er in Wiesbaden nicht könnenChristopher Cavoli per Whats-App an Edgar Knobloch

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