05.03.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat Grafenwöhr Erst arbeiten, dann feiern

Kultur aus einer Hand versprechen sich Stadt und Heimatverein. Bürgermeister Edgar Knobloch sagt: "Wir werden was bewegen." In der jüngsten Stadtratssitzung stellte sich Birgit Plößner dem Gremium als neue Kulturmanagerin vor.

Kulturmanagerin Birgit Plößner stellte sich dem Stadtrat vor. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Die Tourismus- und Marketing-Expertin soll das kulturelle Leben in Grafenwöhr zentral und professionell steuern, meinten die verantwortlichen Gremien. Ausgewiesen ist die Arbeit der Kulturmanagerin ab 1. Februar 2017 als Vollzeitstelle. Die Personalkosten teilen sich Stadt und Heimatverein.

Plößner bringt Erfahrungen und Kontakte in der Museumsarbeit und im Kultur- und Tourismusmarketing mit. Von ihrem Büro im Torschusterhaus aus kümmert sich die Fachkraft um die Vermarktung des Museums und den Ausbau des museumspädagogischen Angebotes. Dem Stadtrat berichtete die 32-jährige Parksteinerin über erste Ideen zur Belebung von Kultur und Tourismus. Die Managerin nannte unter anderem die Organisation kultureller Veranstaltungen und das Marketing für die Stadthalle, die Naturbühne Schönberg und das städtische Waldbad.

Wert legt Plößner auch auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, den Ausbau des touristischen Angebotes und die Förderung der Städtepartnerschaft mit Grafenwörth. Zudem kündigte sie in naher Zukunft "Stadtspaziergänge" und die Erstellung eines begleitenden Flyers an. Offen zeigte sich die neue Fachkraft auch für kulturelle Veranstaltungen mit überregionalem Charakter. Gleichzeitig appellierte Plößner an den Rat, neue Ideen an sie heranzutragen.

Ein Vorschlag kam auch prompt. Anton Schopf (SPD) wünschte sich die Organisation eines Bürgerfestes. Keine gute Idee, wie der Bürgermeister befand, denn die neue Kraft solle sich im ersten Jahr ihrer Tätigkeit auf strategische Entwicklungen konzentrieren. Auch Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark (CSU) urteilte: "Das Bürgerfest kann man nicht aus dem Ärmel schütteln." Unverblümt kommentierte Josef Neubauer (CSU) die Diskussion: "Die Managerin soll erst einmal was arbeiten, um dann Feiern vorzubereiten."

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.