01.02.2018 - 21:56 Uhr
Grafenwöhr

US-Heeresminister Mark T. Esper auf Europareise Minister besucht US-Garnison Grafenwöhr

Anfang Januar ist der neue US-Heeresminister Mark T. Esper offiziell in sein Amt eingeführt worden. Eine seiner ersten Dienstreisen führt ihn in die Oberpfalz Ein Thema: Die US-Strategie in Europa.

Der amerikianische Heeresminister Mark T. Esper (rechts) landete mit dem Hubschrauber auf dem Paradefeld vor dem Wasserturm in der Garnison Grafenwöhr. Bild: Markus Rauchenberger/US-Armee
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Grafenwöhr/Hohenfels. Der neue amerikanische Heeresminister Mark T. Esper hat die US-Militärstandorte Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) und Hohenfels (Kreis Neumarkt) besucht. Der frühere Infanterieoffizier und Absolvent der Harvard-Universität will sich aus erster Hand über die amerikanische Abschreckungsstrategie und die künftigen Anforderungen sowie die Truppenkapazitäten informieren, teilte das Trainingskommando der 7. US-Armee in Grafenwöhr am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mit. In Grafenwöhr hatte der Minister am Dienstag Soldaten und Zivilangestellte sowie deren Angehörige zu einem "Town Hall Meeting", einer Art Bürgerversammlung der Militärgemeinde getroffen. Themen waren unter anderem Training und Ausrüstung.

Esper will die Vor- und Nachteile sowohl einer dauerhaften Stationierung von US-Verbänden als auch des regelmäßigen Austauschs der Brigaden ergründen. Dazu gehören etwa Auswirkungen auf Familien und Einsatzbereitschaft. Unter amerikanischen Militärs und Politikern gibt es Stimmen, die dafür plädieren, die Zahl der gegenwärtig zwei in Europa stationierten Brigaden zu erhöhen.

Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels beobachtete Esper die Übung "Allied Spirit VIII" von rund 4100 Soldaten aus zehn Nationen, darunter des 2. US-Kavallerieregiments aus Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach). Esper, 23. Heeresminister, wurde am 15. November vom Kongress bestätigt und trat sein Amt am 20. November an. Anfang Januar wurde er von Verteidigungsminister James N. Mattis feierlich begrüßt.

Kommentare

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Hubert Senf

1zu1 identischer Re-Post, da im Mai 2018 alle Kommentare (wohl aufgrund DSGVO) gelöscht wurden.

Der folgende Kommentar ist bewusst sachlich und emotional reduziert gehalten, damit er hier "stehen darf":

Auch bei diesem Onetz-Beitrag habe ich als Leser das Gefühl, dass es eher eine 1zu1 Presseerklärung der US-Militärs ist, als das Ergebnis einer unabhängigen, journalistischen Recherche-Prozesses.

Es werden folgende Begriffe und Erklärungen verwendet:
"Militärstandorte"
Nein es sind zwei "Militärstützpunkte" von über 800, die über den ganzen Globus verstreut sind! Nach jedem US Krieg hatten die US 1-3 Militärbasen zusätzlich. Auch in Deutschland sind die Militärstützpunkte ein Ergebnis des Besatzungsstatuts, dass nach meinen Recherchen noch nicht vollständig aufgelöst wurde. (siehe Besatzungsrecht der Alliierten und Geheimverträge)

Es wird von einer "amerikanische Abschreckungsstrategie" gesprochen.
Jeder, der sich 15 Minuten auf Youtube ("Aggression geht nicht von Russland aus") und mit gesundem Menschenverstand informiert, weiß wer der eigentliche Aggressor ist. Das sind meiner Meinung nach ganz klar die USA! (Vergleich Militärbasen, Rüstungsbudgets, Anzahl der Kriege in den letzten Jahren). Man muss daher korrekter weise von der Amerikanischen Aggressions-Strategie in Europa sprechen.

Als Bürger der Region frage ich mich, warum sind diese "Town Hall Meetings" eigentlich nicht öffentlich?
Hat man Angst vor Demonstranten für Frieden? Was hat man zu verbergen? Ja, das wäre das Ende der militärischen Geheimniskrämerei!

"Unter amerikanischen Militärs und Politikern gibt es Stimmen, die dafür plädieren, die Zahl der gegenwärtig zwei in Europa stationierten Brigaden zu erhöhen."
Ja, und in der deutschen Bevölkerung gibt es die klare Stimmen, dass die Zahl der Soldaten schnellstens reduziert werden sollen, und das obwohl über die massive Aufrüstung fast kein Wort in den Medien verloren wird. (siehe "US-Kriegsvorbereitungen gegen Russland" oder "Umfangreiche US-Militärlieferungen über deutsche Hafenstädte")

02.06.2018

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