12.05.2017 - 20:10 Uhr
GrafenwöhrSport

Fußball Stefan Richter hört in Grafenwöhr auf

Auch wenn die Sportvereinigung Grafenwöhr zwei Spieltage vor Saisonende als Tabellenvorletzter der Bezirksliga Nord mit dem Rücken zur Wand steht und fast jeder schon einen Abgesang auf die Gelb-Roten anstimmt, so lässt sich Trainer Stefan Richter nicht entmutigen. Er stimmt seinen Rumpfkader - es fehlen aus diversen Umständen mehrere Stammkräfte - auf das letzte Heimspiel am Samstag um 16 Uhr gegen den gesicherten TSV Detag Wernberg ein. Es gehe darum, das Unmögliche noch zu realisieren und den Relegationsplatz zu erreichen.

Stefan Richter zieht die Konsequenzen aus der mäßigen Trainingsbeteiligung und legt sein Traineramt in Grafenwöhr nieder. Sein Nachfolger in der Saison 2017/18 wird Roland Lang. Bild: A. Schwarzmeier
von Autor VLProfil

Fakt ist aber auch, dass die Sportvereinigung dies aus eigener Kraft nicht mehr schaffen kann und auf Schützenhilfe angewiesen ist. Nimmt man die Bilanz beider Kontrahenten seit der Spielzeit 2012/13 unter die Lupe, so wird deutlich, dass bei sieben direkten Vergleichen die Sportvereinigung fünfmal als Sieger hervorgegangen ist. Eine Partie endete unentschieden und einmal musste man sich geschlagen geben.

Parallel zum Abstiegskampf rückt bei Grafenwöhr allerdings auch die Trainerfrage in den Blickpunkt. Stefan Richter hat, unabhängig vom Klassenerhalt oder nicht, seinen Abschied zum Saisonende verkündet. Den Gedanken, das Traineramt niederzulegen, hegt das Grafenwöhrer Eigengewächs schon länger, zumal insbesondere der Rückrundenverlauf ihn mehr als enttäuscht hat.

Das dürftige Abschneiden verbindet Richter in erster Linie mit dem mangelnden Trainingsbesuch. So sei es keine Seltenheit gewesen, dass er mit weniger als zehn Spielern die Trainingseinheiten absolvierte. Auch die Einstellung einzelner Spieler moniert der Trainer. Angesichts dieser negativen Verkettungen sei es nicht verwunderlich, dass im Spiel individuelle Fehler, Unkonzentriertheiten und Konditionsmängel offen zutage treten und maßgeblich zum Misserfolg beitragen.

Ungeachtet dessen wünscht sich Stefan Richter, dass seine Akteure im Sinne des Vereins nochmals alles aus sich herausholen, um möglicherweise doch noch ein Happy end feiern zu können. Ein Nachfolger für den scheidenden Coach steht im übrigen schon fest: Ab der neuen Runde wird A-Lizenzinhaber Roland Lang, er trainierte zuletzt den TSV Erbendorf, die sportlichen Geschicke leiten.

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