14.12.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

17680 Stunden im Ehrenamt Bereitschaft auf hohem Niveau

Welch eine Leistung. Diesen Zahlen muss man gedanklich nachspüren: 17 680 Stunden haben Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaft Grafenwöhr im abgelaufenen Jahr für die Allgemeinheit geopfert.

Vize-Bereitschaftsleiter Patrick Hößl, stellvertretende Bürgermeisterin Anita Stauber, Ingrid Regler, Georg Bräutigam, Sandro Gallitzdörfer vom KV Weiden und Bereitschaftsleiter Hermann Regler (von links) bei der Jahresschlusssitzung. . Bild:
von Autor AZProfil

Davon entfallen 10 440 Stunden auf den Helfer vor Ort (HvO) mit 608 Einsätzen. Der Rettungs- und Notfahrdienst brachte es auf 3 250 Stunden, 2400 Stunden wurden bei Absicherungen und kirchlichen Festen aufgewendet. Für Versammlungen und Weiterbildungen wurden 810, für soziale Dienste und Blutspenden 510, für den Unterhalt am neuen Rotkreuzhaus 180 Stunden verbraucht. Die neu gegründete Jugendrotkreuzgruppe investierte bereits 90 Stunden in die ehrenwerte Sache. Diese eindrucksvolle Bilanz zog stellvertretender Bereitschaftsleiter Patrick Hößl bei der Jahresschlusssitzung.

Im neuen BRK-Haus begrüßte Bereitschaftsleiter Hermann Regler dazu zweite Bürgermeisterin Anita Stauber, Sandro Gallitzdörfer, Sandro Fleischer und Markus Zimmermann vom Kreisverband, die Bereitschaftsärzte Josef Lechner und Hannelore Lippiotta sowie vom Jugendrotkreuz Katja Wölfl. Den verstorbenen Mitgliedern zu Ehren wurde eine Gedenkminute eingelegt. "Wir hatten ein arbeitsreiches Jahr", erinnerte sich Regler und dankte allen treuen Helfern. Jüngstes Beispiel sei die erfolgreiche Seniorenweihnacht.

Sieben Minuten früher

Aus Hößls Rechenschaftsbericht ging hervor, dass das Deutsch-Amerikanische Volksfest einsatzmäßig wiederum an der Spitze gelegen habe. Zu einem Riesenerfolg sei auch der gemeinsame Tag der offenen Tür von BRK und Feuerwehr im Herbst geworden. Bei der Bombenentschärfungsaktion im Oktober sei die Schnelligkeit des Einsatzes öffentlich gelobt worden. Ob Herzinfarkt, Schlaganfall oder Verkehrsunfall, in der Regel hätte der HvO sechs bis sieben Minuten vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Versorgung des Patienten beginnen können. Aktuell bestehe das Team aus sieben Personen. Zwei weitere befinden sich noch in der Ausbildung. "Nur durch die Unterstützung aller ist es möglich, einen HvO in unserer Größenordnung am Laufen zu halten."

Die Grafenwöhrer Bereitschaft sei auch in diesem Jahr ein großer Bestandteil der Rettungswache Eschenbach gewesen mit geleisteten 3250 Stunden. Als wichtiges Ziel für die nächsten Jahre nannte Hößl die Teilnahme der Bereitschaftler am Einsatzdienst für die Absolvierung der erforderlichen Grundausbildungen als Voraussetzung für weitere Lehrgänge. Auch die Spendenaktion für ein neues Rettungsfahrzeug soll noch das ganze nächste Jahr andauern. Anfang 2019 wolle man die notwendige Anschaffung tätigen.

Anita Stauber überbrachte die Grüße der Stadt, würdigte das hohe Niveau der Bereitschaft und überreichte einen Scheck. Gegenüber Hermann Regler betonte sie: "Du hast einen tollen, jungen Stellvertreter." Vize-Kreisbereitschaftsleiter Sandro Gallitzdörfer nahm die Auszeichnungen vor. Für fünf Jahre Dienstzeit ehrte er Ingrid Regler. Hochdekoriert wurde Georg Bräutigam. Er erhielt die Auszeichnung für 60 Dienstjahre, die Ehrennadel für 60 Jahre Bereitschaft und die Ehrennadel mit Urkunde des Deutschen Roten Kreuzes für außerordentliche Leistungen. Gewürdigt wurde außerdem, dass Gabriel Hümmer den Abschluss zum Ausbilder im Rettungssanitätsdienst "mit Bravour" bestanden hat. Als neue Mitglieder wurden Hannelore Lippiotta und Jasmin Träger aufgenommen .

System funktioniert

Positiv sei, dass es gelungen war, wieder ein Jugendrotkreuz auf die Beine zu stellen. Regler sicherte dem Nachwuchs Unterstützung zu und bezeichnete Leiterin Katja Wölfl und Stellvertreterin Lena Schreglmann als hochmotiviert. Bei den Treffen seien Paul und Dennis Jakimenko, Marie Dostler, Tilly Zaruba, Jasmin Schwindl, Carmen Schwindl und Tizian Hutzler mit Begeisterung dabei, sagte Wölfl. "Ohne euch würde das System Rotes Kreuz nicht funktionieren", unterstrich Sandro Gallitzdörfer. Schließlich hatte Nikolaus Josef Schweiger seinen Auftritt. Er war voll des Lobes für diese Gemeinschaft.

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