14.02.2018 - 09:18 Uhr
Grafenwöhr

20-Jähriger schweigt zu Vorwürfen Polizei ermittelt gegen Tankstellen-Tollpatsch

Etwas Ungewöhnliches ist am 19. Januar bei der Raiffeisen-Tankstelle in Grafenwöhr passiert. Die Polizei hat nun einen Tatverdächtigen im Visier, dieser lässt die Beamten bei der Suche nach dem Grund für den kuriosen Vorfall jedoch noch im Dunkeln tappen.

Absperrband und ein Zettel weisen darauf hin: Diese Zapfsäule ist defekt. Die Geschichte, die dahinter steckt, ist ungewöhnlich. Bild: jma
von Anne Spitaler Kontakt Profil

Zugeben wollte er bei den ersten Vernehmungen nämlich weder, dass er mit seinem 3er-BMW losfuhr, während die Zapfpistole noch in der Tanköffnung seines Wagens steckte, noch nannte er einen Grund für die seltsame Aktion. Abgestritten hat er die Tat an sich aber auch nicht, berichtet Werner Stopfer von der Polizeiinspektion Eschenbach. Zwar will der 20-jährige Soldat nicht an der Tankstelle gewesen sein, Hinweise auf das Kennzeichen und Spuren an seinem silberfarbenen Wagen erhärten aber den Verdacht, dass er der Täter ist.

Die Polizei vermutet nun, dass der Mann tanken wollte, keine dafür notwendige Karte dabei hatte und weggefahren ist, ohne an die Zapfpistole in seinem Wagen zu denken. Für diese Version spricht vor allem, dass bei der Aktion kein Tropfen Benzin floss. Der junge Mann schweigt dazu.

Aufgrund der Indizien ermitteln die Beamten jedoch nun gegen den 20-Jährigen wegen dringender Unfallflucht. Angelastet werden könne ihm laut Stopfer mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass er spätestens zu Hause bemerkt haben müsse, dass die Tanköffnung seines Autos noch geöffnet war und dort auch Spuren zu finden waren, die auf den Unfall hindeuten. Zudem glaubt die Polizei, dass der Mann den Vorfall an der Tankstelle gehört haben müsste. Er hätte den Unfall spätestens da melden müssen.

"Zu 99 Prozent kommt er infrage", bekräftigt der Eschenbacher Polizeichef. Ob der 20-Jährige tatsächlich der Täter ist, entscheidet die Staatsanwaltschaft Weiden. Den Soldat könnte dann eine Geldstrafe und der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens ein Monat erwarten. Den Schaden an der Tankstelle schätzen die Betreiber auf rund 2000 Euro.

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