12.01.2017 - 02:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Ältester Grafenwöhrer gestorben Trauer um Karl Keck

"Wie Gott will", war Karl Kecks Standartantwort, wenn man ihn aufforderte, den 100sten Geburtstag vollzumachen. Am Dienstag verstarb nun der älteste Grafenwöhrer, der im Juli 99 Jahre geworden wäre.

Mit Karl Keck verstarb der älteste männliche Grafenwöhrer. Die Aufnahme entstand bei seinem 98. Geburtstag. Bild: mor
von Autor MORProfil

Er wurde 1918 - noch zur Zeit des Ersten Weltkriegs - geboren, durchlebte die Hölle von Stalingrad und kehrte 1945 glücklich nach Grafenwöhr zurück. Er war ein Grafenwöhrer Urgestein, ein Pionier beim Aufbau seiner Heimatstadt nach dem Krieg und ein engagierter Vereinsmensch.

In vielen Vereinen

"Dou unser Stadt schäi regiern", gab Karl Keck Bürgermeister Edgar Knobloch im Juli letzten Jahres bei der Gratulation zum 98. Geburtstag mit auf den Weg. Geistig rege, interessiert und weitgehend gesund verfolgte er immer das Geschehen in seiner Heimat.

1978 engagierte sich der überzeugte CSU-Mann auch im Stadtrat für seinen Geburtsort. Karl Keck war mit seinen 98 Jahren auch das betagteste Mitglied in weiteren Vereinen, die vom Männergesangverein, Heimatverein, Feuerwehr über den Stammtisch der "Grafenwöhrer Honorationen" bis zur Kolpingsfamilie reichten, wo er Ehrenmitglied war.

Gute Seele im Pfarrhaus

Mit seiner Frau Lydia lebte er in seinem Haus in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße, wo auch Tochter Monika wohnt. Des Weiteren freuten sich die Kecks über Sohn Karl-Heinz und über sechs Enkel. Lydia Keck ist die Schwester des früheren Stadtpfarrers Hans Bayer und so waren Karl Keck und seine Frau jahrelang auch die guten Seelen im Pfarrhaus. Um den Verstorbenen trauert auch sein Bruder Peter, der 93 Jahre alt ist.

Einen Tag vor dem Heiligen Abend kam Karl Keck ins Klinikum Weiden, auf der Palliativstation in Neustadt hat ihn nun Gott zu sich geholt. Anstelle von Kränzen und Blumen bittet die Familie auch um eine Spende für die Palliativstation.

Beisetzung

Die Aussegnung ist am Freitag um 18 Uhr, das Requiem in der Friedenskirche und die Beisetzung sind am Samstag um 10 Uhr. (mor)

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