06.05.2018 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Arbeitskreis Ökumene besichtigt bei Maiausflug die Chapel am Netzaberg und die Klosterkirche ... Faszinierende Gotteshäuser

Obwohl kein kirchlicher Feiertag, besucht der Arbeitskreis "Ökumene" am ersten Tag des Wonnemonats Mai sogar zwei Kirchen. Für die Besucher steht diesmal allerdings nicht der Gottesdienst im Mittelpunkt.

von Renate GradlProfil

Grafenwöhr/Pressath/Netzaberg/Speinshart. Mit den beiden Pfarrern Bernhard Müller und Dr. André Fischer machten sich die Teilnehmer zuerst auf den Weg nach Netzaberg, um die Chapel mit dem 33 Meter hohen Turm zu besuchen. Der Kirchenraum bietet Platz für 600 Gläubige. Er kann aber auch geteilt werden, so dass der abgetrennte Raum auch für Feiern oder Konzerte genutzt werden kann. Der Bau wurde bereits im Jahr 2002 geplant, die Bauarbeiten begannen jedoch erst 2014. Vor einem Jahr wurde der erste Gottesdienst gefeiert.

Bei der Besichtigung und Führung durch Sabine Kissler, der Pfarrsekretärin der Amerikaner, sowie Andrea Hößl vom Baureferat der Amerikaner wurden Kreuz und Jesusfigur erst geholt, um den Besuchern zu demonstrieren, wie sich beides in der Chapel integrieren lässt. Das Kreuz hinter dem Altar lässt sich ganz einfach hinter die Holzwand schieben. Faszinierend war auch das Taufbecken für Erwachsene, das sich auch hinter dem Altar befindet. Die Wände wurden mit dem guten Hirten und Bildern vom Heiligen Land bemalt. Wunderschöne Bilder zeigen auch den Kreuzweg.

Es werden katholische und evangelische sowie Gospelgottesdienste gefeiert. Für kleine Kinder ist ein separater "Cryroom" ("Schreiraum") eingebaut, der die Gottesdienste via Bildschirm überträgt. Außerdem gibt es im Gebäude extra Räume für schlafende Kinder, Spielzimmer, eine Küche, Seminarräume und eine katholische Kapelle.

Die Kosten für die Chapel am Netzaberg belaufen sich auf 16 Millionen Dollar. Dazu kommen noch 1,5 Millionen Dollar für Mulitmedia und technische Bühnenausstattung.

Auch in der Klosterkirche in Speinshart gab es von Pater Benedikt viele Informationen. Das Kloster Speinshart wurde 1145 gegründet und ist eine Abtei des Prämonstratenserordens. Im Zuge der Reformation kam es 1557 zur Aufhebung des Klosters. Die Klosterkirche ist dem heiligen Norbert geweiht und wurde von Wolfgang Dientzenhofer erbaut.

Abschließend trafen sich die Ausflügler im Klostergasthof, wo sie sich mit Kaffee und Kuchen oder einer Brotzeit stärken konnten. Die Unterhaltung kam dabei auch nicht zu kurz.

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