24.10.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Beerdigung von Marianne Ruhland Abschiedslied

"Mit dem Tod eines Menschen verliert man vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit", steht auf dem Sterbebild von Marianne Ruhland. Im Alter von 75 Jahren ist die Hüttenerin gestorben. Familie, Freunde, Vereine und der Chor "ChorAlle" nehmen Abschied von ihr.

Zu Grabe getragen wurde Marianne Ruhland. Stadtpfarrer Bernhard Müller hielt das Requiem und die Beisetzung auf dem Hüttener Friedhof. Die engagierte Hüttenerin war im Alter von 75 Jahren gestorben. Bild: mor
von Autor MORProfil

Hütten. Kaum ein Sitzplatz war in der Kirche St. Josef noch frei. Dort hielt Stadtpfarrer Bernhard Müller das Requiem für Marianne Ruhland. 1942 wurde sie als erstes von acht Kindern der Familie Käs in Spielberg geboren. Sie arbeitete in der Hauswirtschaft und lernte Erzieherin, skizzierte Pfarrer Müller ihren Lebensweg. Sie heiratete Hans Ruhland, fünf Kinder und vier Enkel gingen aus der Ehe hervor. Nach dem ersten Hausbau in Mantel zog die Familie 1977 nach Hütten in den Schloßhof. Mit 28 Jahren starb der schwerbehinderte älteste Sohn Josef, den Marianne Ruhland liebevoll gepflegt hatte. Vor 14 Jahren wurde das Haus in den Falterwiesen gebaut.

Pfarrer Bernhard Müller hob das kirchliche Wirken der aktiven Marianne Ruhland hervor: Sie war im Pfarrgemeinderat, sang im Kirchenchor und bis zuletzt beim Chor "ChorAlle", der auch mit Liedern wie "Meine Zeit steht in Deinen Händen" das Requiem gestaltete.

Nach einer Operation im Krankenhaus und eigentlich auf dem Weg der Besserung starb Marianne Ruhland plötzlich. Schwer sei die Antwort auf die Frage nach dem "Warum?". Eine verlässliche Antwort fehle, es tröste unser christlicher Glauben, zitierte der Geistliche das Evangelium: "Gott ist die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt der wird leben, auch wenn er stirbt."

"Menschlichkeit, Fürsorge und Hilfsbereitschaft nicht nur in der Familie, sondern zum Wohl der Allgemeinheit prägten Marianne Ruhland", betonte Stadtverbandsvorsitzender Gerhard Mark bewegt. "Sie krempelte die Ärmel hoch, bot Hilfe an und gab vielerlei Denkanstöße für das gesellschaftliche Leben." Den Kindergarten in Hütten, das Kirwabaumaufstellen und den Faschingszug nannte Mark als einige Beispiele. Marianne Ruhland rief die Kindervolkstanzgruppe ins Leben, tanzte bei den Hüttener Volkstanzfreuden im Heimatverein Grafenwöhr. 40 Jahre hielt sie der KAB Hütten die Treue, seit 1980 gehörte sie den "Falkenhorst"-Schützen an. 25 Jahre war sie Mitglied der Concordia Hütten, mehrere Jahre Sportheimwirtin. Ihre Hingabe zum Gesang und ihre Frohnatur lebte sie im Chor "ChorAlle". "Wir sind uns begegnet, du hast Spuren hinterlassen in uns. Deine Handschrift, deine Zeichen sind unauslöschlich. In unserem Herzen hast du dir Raum geschaffen - für immer", fasste Gerhard Mark zusammen.

CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern würdigte die Verstorbene im Namen der CSU und der Frauen-Union. Ruhland setzte sich für die Ziele der CSU ein, war Gründungsmitglied der Frauen-Union. Sechs Jahre stand sie als Vorsitzende an der Spitze der Arbeitsgemeinschaft. "Das was du mit Herzlichkeit, Ruhe und Liebe tust - das ist gut getan", umschrieb der Redner das Wesen von Marianne Ruhland.

Politische Weggefährten und die Damen der Frauen-Union gaben beim Requiem und der Beerdigung Geleit. Aktiv war Marianne Ruhland auch bei der Senioren-Union, Landtagsabgeordneter a. D. Georg Stahl sprach für den Kreisverband der CSU-Senioren den Nachruf. Begleitet von den Vereinsfahnen wurde Marianne Ruhland auf dem Hüttener Friedhof beigesetzt.

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