Beerdigung von Reinhold Hofmann
Viele Vereine trauern um Mitglied

Im Alter von 91 Jahren starb Reinhold Hofmann, Stadtpfarrer Bernhard Müller hielt das Requiem und sprach die Segensgebete. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
30.12.2016
194
0

Liebevoll und in Würde begleitet starb Reinhold Hofmann mit 91 Jahren auf der Palliativstation in Neustadt. Angehörige, Verwandte, Nachbarn, Sänger und Vereinsvertreter nahmen Abschied von dem geborenen Grafenwöhrer und ehemaligen Tankstellenbesitzer.

"Vertrauen wir darauf, dass mit dem Tod nicht alles aus ist", tröstete Stadtpfarrer Bernhard Müller beim Requiem. Er skizzierte in seiner Predigt den Lebensweg Hofmanns. Im Mai 1925 wurde er als ältester von drei Geschwistern in Grafenwöhr geboren, er lernte das Handwerk des Kfz-Mechanikers. Mit 17 Jahren kam Reinhold Hofmann zum Reichsarbeitsdienst und wurde dann zur Kriegsmarine eingezogen. Seine Ausbildung absolvierte er auf der Gorch Fock, anschließend diente er auf dem U-Boot U 802, vier Jahre war er in englischer Kriegsgefangenschaft.

1954 heiratete Reinhold Hofmann seine Frau Sieglinde, sie bekamen die Söhne Werner und Günther. Die Familie Hofmann eröffnete und betrieb die Shell-Tankstelle an der Wegegabelung von Bahnhofstraße und Pressather Straße. 1986 wurde die Tankstelle wegen des Straßenbaus geschlossen. Mobilität gehörte immer zum Leben von Reinhold Hofmann, er war lange Jahre Vorsitzender der Taxivereinigung und fuhr noch im Frühjahr diesen Jahres mit seinem Mercedes HR 99 durch Grafenwöhr. Die Verbundenheit zu seiner Heimat brachte Hofmann mit Mitgliedschaften in den Vereinen zum Ausdruck: So gehörte er der Feuerwehr, der CSU, Kolping sowie dem Soldaten-, Reservisten- und Kameradschaftsbund an. Seine Leidenschaft des Gesangs pflegte er beim Männergesangverein (MGV).

Mit Liedern in der Kirche und am Grab nahmen auch MGV und Chor Abschied von ihrem langjährigen Sangesbruder, Anita Stauber sang in der Kirche das Ave-Maria. 2009 starb Reinhold Hofmanns Ehefrau, er wohnte in seinem Haus am Annaberg. Geistig frisch erfreute er sich auch bis zuletzt an der Gesellschaft seiner fünf Enkel und sieben Urenkel. Bis ins hohe Alter gehörten auch Kameradschaftstreffen mit seinen ehemaligen U-Boot-Fahrern dazu. Die Stadtkapelle, Fahnenabordnungen und die Feuerwehrkameraden begleiteten den Trauerzug zum Friedhof. Mit dem Kameradenlied und Salutschüssen der Kriegerkameradschaft wurde Abschied von Reinhold Hofmann genommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.