Beliebter Musiker verstorben
Hans Hößl war ein Vorbild

So, wie man ihn kannte - der "Hößl-Hans" in seinem Element: Auf unserem Bild spielte er auf dem Akkordeon stimmungsvolle Weisen für seine Schulkameraden beim adventlichen Beisammensein. Bild: az
Vermischtes
Grafenwöhr
13.01.2017
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Musik war sein Leben - Hans Hößl war ein Optimist, eine Frohnatur und Mitbegründer der Stadtkapelle. Der Grafenwöhrer ist am Dienstag im Alter von 86 Jahren verstorben.

Er war ein Original mit vielen positiven Eigenschaften. Wer ihn kannte, musste ihn einfach mögen. Er war, wie man so sagt, "a Michada". Hans Hößl verstarb am Dienstag nach längerer Krankheit im Alter von 86 Jahren.

Den "Hößl-Hans", wie ihn die Leute nannten, war durch seine Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit, als Spross einer alteingesessenen Grafenwöhrer Familie, "immer mittendrin". Hilfsbereitschaft, Optimismus und ein sonniges Gemüt zählten zu seinen Markenzeichen. Und natürlich die Musik: Der Verstorbene entdeckte sein Talent vor über 80 Jahren. Bereits als Fünfjähriger hatte das Musizieren eine wesentliche Rolle in seinem Leben.

Virtuose am Akkordeon

Als Mitbegründer der 33 Mann starken Stadtkapelle im Jahr 1950, spielte Hößl mit vollem Einsatz Trompete und Flügelhorn, war zudem ein Virtuose auf dem Akkordeon. Jahrelang begleitete er beispielsweise die Hüttener Volkstanzgruppe. So erspielte sich Hößl als Musiker sowohl im Altlandkreis Eschenbach, als auch im Großlandkreis Neustadt/Waldnaab einen Namen.

Bewegt bezeichnet Musikerkamerad Reinhold Müller den "Hans" als "tragende Säule der Stadtkapelle". In fast sechs Jahrzehnten habe er sich mit seinem "bewundernswerten Können" eingebracht. Bescheidenheit und menschliche Größe hätten ihn ausgezeichnet. "Hans war ein Vorbild", erklärt Reinhold Müller.

Trauern werden um ihn auch seine Schulfreunde des Jahrganges 1930/31. Klassentreffen und die adventlichen Zusammenkünfte gestaltete er gerne mit stimmungsvollen Weisen.

Familienmensch

Geboren wurde Hans Hößl am 9. September 1930 als viertes von fünf Kindern. Kriegsbedingt musste er den Schulbesuch am Gymnasium abbrechen. Er trat eine Malerlehre an, um als Meister den elterlichen Betrieb zu übernehmen.

Acht Kinder gingen aus der Ehe mit seiner Frau Inge hervor. Hößl war ein Familienmensch und freute sich über zehn Enkel und vier Urenkel. Zur Musik kam im Rentenalter eine Vorliebe zur Modelleisenbahn. Bevorzugt fuhr das Paar nach Südtirol in den Urlaub. Dort stellte der Malermeister einmal seine sprichwörtliche Hilfsbereitschaft unter Beweis, indem er eine Kirche in Algund bei Meran renovierte. Heute noch trägt sie seine Initialen. Der verstorbene war kein Jammerer und Zauderer - er packte beherzter zu - sagen Familie, Freunde und Vereine unisono.

In seinem letzten Lebensabschnitt wurde er aufopfernd von seiner Frau gepflegt. Friedlich schlief er zu Hause im Kreise seiner Familie ein.

BeisetzungBeginn des Trauergottesdienstes in der Friedenskirche mit anschließender Beerdigung ist heute, Freitag, um 15 Uhr.
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