Bernhard Müller segnet Urnenwürfel
Urnenwand ein Ruhepol

Die neue Urnenwand ist ein gelungenes Werk, das den Friedhof Grafenwöhr aufwertet. Bild: az
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Grafenwöhr
19.05.2017
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Der zweite Bauabschnitt der Urnenwand ist abgeschlossen. Am Sonntag, 21. Mai, gibt Stadtpfarrer Bernhard Müller der Ruhestätte den kirchlichen Segen.

Es ist ein Ort, offen gestaltet und dennoch ein Ruhepol. Bereichert durch Stelen, Laubbaum und Ruhebank strahlt die Stätte Würde aus. Hier kann man trauern, mit sich und seinen Angehörigen sein. Zu den seit 2009 bestehenden 48 Urnenkammern - in der Fachsprache Urnenwürfel - wurden mit dem zweiten Bauabschnitt aus Bedarfsgründen nochmals 48 geschaffen.

Die Katholische Kirchenverwaltung, mit Stadtpfarrer Bernhard Müller und Kirchenpfleger Paul Reichenberger an der Spitze, betraute als Auftraggeber Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch aus Amberg mit dem Projekt. Im September begann der Bau. Die Firma Weiher aus Freiburg erhielt den Auftrag für die Gestaltung von Vorplatz und künstlerischen Elementen. Die Fundament- und Pflasterarbeiten erledigte die Grafenwöhrer Baufirma Christian Kneidl.

Die Gartenbaufirma Hausner aus Parkstein war für die Bepflanzung zuständig und die Metallbauarbeiten für die Urnenbeigabekammern, Stelen für Grablichter und "Sternenkinder" führte die Firma Hunger aus Schwarzenfeld aus. Auf rund 110 000 Euro, so Paul Reichenberger, belaufen sich die Kosten, die Erstmaßnahme habe seinerzeit bei 50 000 Euro gelegen. Die Kosten würden nicht umgelegt und von den jährlichen 30 Euro Nutzungsentgelt pro Urne getragen.

Die Beigabekammern - in sie können Angehörige Blumen, Bildchen, kleine Andenken legen - sowie die Stele für Grablichter stehen zwecks Ordnung und Sauberkeit vor den Urnenwänden. Geradezu berührend wirkt die Stele "Sternenkinder", gewidmet allen Totgeborenen, um betroffenen Eltern damit einen würdigen Trauerort zu geben. Mit den licht-warmen Farben der Glasrückwand hat Künstler Wolfgang Höller aus Eschenbach dem Gebilde "Seele eingehaucht".

Beginn des Segnungsaktes ist am Sonntag um 11 Uhr nach dem Gottesdienst.
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