CSU-Delegation besucht Fire-Department in Tower Barracks
"Herzstück der Region"

Den deutschen Feuerwehrleuten der US-Armee, hier auf dem Airfield in Grafenwöhr, galt der Besuch der CSU-Delegation am Silvestertag. Dank und Solidarität zu den Arbeitnehmern im Lager bekundeten Bürgermeister Edgar Knobloch (rechts) Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (Siebter von rechts) und stellvertretender Landrat Albert Nickl (Vierter von links). Bild: mor
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Grafenwöhr
04.01.2017
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Amerikaner und Deutsche verstehen sich in Grafenwöhr nicht nur beim Volksfest. Auch die Feuerwehren helfen zusammen. Davon überzeugte sich die CSU-Delegation.

"Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr ist ein Herzstück in der Region", brachte stellvertretender Landrat Albert Nickl auf den Punkt. Beim Silvesterbesuch drückte die CSU-Delegation um Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Bürgermeister Edgar Knobloch ihren Dank an die Diensthabenden aus und bekundete die Solidarität zu den Beschäftigen im Lager.

Es ist Tradition, dass die CSU am Silvestertag die Fire-Department in den Tower Barracks sowie die Wachen besucht, hob Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern hervor. Im Namen der Stadtratskollegen, der Unionsfamilie und der CSU-Kreistagsfraktion überreichte Morgenstern Süßes und Knabbereien an die Wachen sowie eine Brotzeit und Getränke an die Feuerwehrleute. Knobloch dankte den Berufsfeuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und die Unterstützung auch außerhalb des Lagers.

"Die US-Armee kann sich glücklich schätzen, deutsche, bewährte Feuerwehrleute zu haben, die mit ihrer Erfahrung höchste Professionalität garantieren", sagte Knobloch. Das Stadtoberhaupt sprach sich dafür aus, die US-Feuerwehr weiter in das digitale Rettungsnetz einzubinden. In punkto Arbeitsplätze unterstrich Knobloch, dass es keinen Sinn mache, US-Panzer und Fahrzeuge in Mannheim zu deponieren und instand zu setzen und in Grafenwöhr damit zu üben, das Personal könne das auch vor Ort erledigen. MdL Reiß dankte ebenso für die Dienste und bestätigte den Einsatz der örtlichen Mandatsträger für die Arbeitsplätze im Lager. Korrekturen konnten bei den Schlüsselzuweisungen erreicht werden.

Fire-Chief Josef Rodler bestätigte, dass die US-Armee die Feuerwehren sehr wichtig nehme und die Leistungen der Feuerwehrleute anerkannt werden. Das Grafenwöhrer Fire-Department wurde als europaweit beste US-Feuerwehr ausgezeichnet. Bewertet wurden Ausbildungsstand, Einsatzbereitschaft und -ablauf. 1500 Einsätze wurden 2016 verbucht, wobei der Schwerpunkt auf der Ersthilfe liegt. Erfreulich seien der Stellenzuwachs und das Nachrücken junger Kräfte, die Schichten würden von vier auf sechs Feuerwehrleute an der Hauptwache und auf fünf am Flugplatz erweitert.

Jederzeit sei die US-Feuerwehr bereit, auch zu Hilfen außerhalb des Lagers auszurücken, betonte Rodler. Die Schichtführer Norbert Ackermann (Hauptwache) und Karlheinz Sehnke (Flugplatz) dankten der CSU-Delegation. Dass die Feuerwehr gut beschäftig ist, unterstrichen der Alarm und das schnelle Ausrücken, das punktgleich zum Besuchsende erfolgte.

Hintergrund"Immer wieder Finger in Wunde legen"

Grafenwöhr. (mor) "Die US-Armee wird noch lange Jahre in Grafenwöhr sein", gab Klaus Lehl beim Silvesterbesuch der CSU seine persönliche Auffassung weiter. Für den Personalratsvorsitzenden der US-Armee-Garnison-Bavaria war es der letzte Silvesterbesuch dieser Art, im April geht er in den Ruhestand. Stadtrat Josef Neubauer würdigte den Einsatz Lehls, der seit Jahrzehnten der Silvesterdelegation angehört.

Klaus Lehl, der mit seinem Sohn Tobias - ebenfalls Mitglied in der Betriebsvertretung - gekommen war, unterstrich die Bedeutung der Arbeitsplätze: "In all den Jahren ist es gut gelungen, ohne größere Kündigungen die Veränderungen abzufedern." Auch von den 33 im vergangenen Jahr gekündigten Zeitverträgen konnten 19 Positionen untergebracht werden, um 12 Stellen würden die Feuerwehren aufgestockt. Änderungen stünden in der Dienstplanung bis 2019 an.

Lehl dankte den CSU-Politikern für das gute Zusammenwirken. "Es gilt immer wieder, den Finger in die Wunde zu legen - wer die Belastung des Übungsplatzes hat, sollte auch mit den Arbeitsplätzen ausgelastet sein", gab sich der Eschenbacher überzeugt. Synergieeffekte ergeben sich durch die US-Armee auch für umliegende Firmen betonte Lehl die Wichtigkeit der Arbeitsplätze in der Region. Für seinen Nachfolger bat er um die gleiche Unterstützung.
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