20.03.2018 - 15:02 Uhr
Grafenwöhr

Fastenessen in Grafenwöhr Heute schon die Welt verändert?

"Heute schon die Welt verändert?" Unter dieser Gewissensfrage stand die diesjährige Fastenaktion des katholischen Hilfswerkes Misereor. Die katholische Pfarrei Grafenwöhr ist seit über 30 Jahren dabei und lud auch am Sonntag wieder zu Kartoffelsuppe und Brot ein. Die einfache Mahlzeit steht symbolisch dafür, dass schon mit geringem Aufwand viel bewegt werden kann.

Stephan Wolf vom Pfarrgemeinderat dankte allen Helfern und Spendern für die Unterstützung. Bild: az
von Autor AZProfil

Im Jugendheim trafen sich nach dem Familiengottesdienst sozusagen "die Stammgäste", wobei Stadtpfarrer Bernhard Müller es "sehr schade" fand, dass etliche Stühle unbesetzt blieben. Vor seinem Tischgebet setzten Monika Reichenberger und Christian Baumann Impulse: grundsätzlich und im Besonderen zu Indien, dem diesjährigen Partnerland von Misereor.

"Unvorstellbar", fand Baumann, dass weltweit über zwei Milliarden Menschen an Mangelernährung leiden, während es etwa genauso viele Übergewichtige gebe. In wohlhabenden Staaten, wie Deutschland, landen bis zu einem Drittel aller Lebensmittel auf dem Müll. Baumann sagte, "dass in unserer Gesellschaft in Sachen Ernährung etwas gewaltig schiefläuft". Gerade die Fastenzeit sei passend, sich selbst und seine Lebensgewohnheiten zu hinterfragen. Beim Fastenessen mit dem einfachen Mahl würde ein Zeichen der Solidarität gesetzt und konkrete Hilfe durch Spenden geleistet, Verantwortung für die "eine Welt" übernommen. "Gehen wir diesen Weg. Haben wir den Mut, die Veränderung zu gestalten!"

Gemäß dem Aktionsmotto: "Heute schon die Welt verändert?", versuche Misereor, gemeinsam mit der Kirche in Indien, den Weg der Veränderung mit diversen Projekten zu gehen. Monika Reichenberger informierte über das mit 1,2 Milliarden Menschen zweit bevölkerungsreichste Land der Erde. Lediglich zwei Prozent der Inder seien Christen. Reichenberger zeigte den Kontrast zwischen der Moderne einer prosperierenden Wirtschaft und den vielen Elendsvierteln des Landes auf. In einem kurzen, eindrucksvollen Film erfuhren die Gäste schließlich vom Alltag der Menschen und von hoffnungsvollen Hilfsprojekten.

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