06.08.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Friedliche Sause: Erste Bilanz zum 59. Deutsch-Amerikanischen Volksfest

Das Deutsch-Amerikanische Volksfest ist für die einen Spaß, für die anderen Arbeit. Polizei, Security und Sanitäter haben die Mammutaufgabe ein weiteres Mal gestemmt. Eine erste Bilanz.

von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Die Polizei war am Wochenende im Camp Kasserine nicht nur drei Tage wach, sondern auch wachsam. Bis in die Nacht verfolgten die Beamten das Geschehen auf dem Festplatz und in der Alten Amberger Straße, dabei wechselten sie sich nach einem Schichtplan immer wieder ab. Der erste Eindruck bis zum frühen Sonntagabend: Die nach Schätzungen 100 000 Gäste feierten größtenteils friedlich.

Mit Kopf an Metallzaun

Werner Stopfer, Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach, spricht lediglich von kleinen Auseinandersetzungen, betrunkenen Gästen, Schnittwunden und von wenigen Diebstählen. Bis auf eine betrunkene junge Frau, die mit dem Hinterkopf gegen einen Metallzaun gefallen war, und einem circa 5000 Euro hohen Schaden an einem Wagen eines Schaustellers mussten Polizei und BRK bis Sonntagnachmittag zu keinen größeren Einsätzen ausrücken, heißt es.

Zufrieden war Stopfer auch damit, dass die Kontrollen an den vier Shuttlebus-Haltestellen in Grafenwöhr reibungslos funktioniert hatten. Neu war in diesem Jahr nämlich, dass Sicherheitsbedienstete die Gäste überprüften, noch bevor sie in einen der 20 Busse steigen konnten. Die Besucher durften allein mit gültigem Personalausweis passieren. Wer nur einen Führerschein bei sich hatte, wurde abgewiesen. Am Eingang zum Volksfest bildeten sich deshalb diesmal nicht so lange Warteschlangen. "Im Vergleich zum letzten Jahr war es entspannter", resümiert der Polizei-Chef.

Kurzzeitig Stau

Wer mit dem Auto zum Camp Kasserine fuhr, musste allerdings zumindest am Sonntag kurzzeitig etwas länger warten. "Auf der B 299 beim Tor 6 hat sich ein circa zwei Kilometer langer Stau gebildet", weiß Stopfer. Das könne aber schon mal vorkommen, wenn es beispielsweise Probleme bei den Überprüfungen gebe.

Bei der Aftershow-Party und vor den Lokalen in der Alten Amberger Straße habe sich laut Stopfer ein ähnliches Bild wie auf dem Volksfestplatz abgezeichnet: Betrunkene, die Streit suchen, aber keine großen Ausschreitungen. "Wir konnten in allen Fällen rechtzeitig einschreiten", betont der Beamte.

Im Vergleich zum letzten Jahr war es entspannter.Werner Stopfer, Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach

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