HPZ Irchenrieth baut Parcours für Mittelschüler auf
Mit Blindenstock und Rollstuhl

Die Schüler gingen mit einem Blindenstock und verbundenen Augen durch einen Parcours. Sie hatten es gar nicht so leicht, sich zu orientieren. Bild: rgr
Vermischtes
Grafenwöhr
29.06.2017
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Orientieren fällt manchmal schon schwer, wenn alle fünf Sinne in Ordnung sind. Aber wie geht es Blinden dabei? Die Fünft- und Sechstklässler der Mittelschule Grafenwöhr setzten sich mit dem Thema: "Behinderung - wie fühlt sich das an?" auseinander.

Inklusionsbeauftragte Beate Götz aus Neustadt/WN und Martina Grüner vom HPZ Irchenrieth hatten einen Parcours mit sechs Stationen aufgebaut. Das Material dazu bastelte Robert Götz. Die Schüler durften beim Rollstuhlparcours die Rollstühle zerlegen und zusammenfalten. Danach testeten sie, wie man jemanden über schräge Flächen und Kanten schiebt, ohne umzukippen. Hier setzten sie auch Brillen auf, die das Sehvermögen einschränken - so, als hätten sie den grünen oder grauen Star, Diabetes oder Pigmentstörungen. An anderen Stationen gab es Übungen mit einem Fühl- und Hörmemory. Beim "Afferltratzen"-Spiel mit dem Glöckchenball konnten die Schüler herausfinden, ob ihr Gegenüber genau hinhört und reagiert.

Das Duft-Rätsel war schwierig: Die Kinder sollten den Geruch von Pfefferminze, Zimt und Kokos erkennen. Mit Hilfe eines Blindenstocks wanderten die Schüler durch den Hütchenparcours und gingen die Treppe blind hinauf und wieder hinunter. Das Fazit: "Es ist eine echte Herausforderung, sich blind zu orientieren."
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