05.02.2018 - 15:56 Uhr
Grafenwöhr

Hüttener Faschingszug begeistert Besucher "Gaudiwurm" wachgeküsst

Wie bei "Dornröschen" erwachte am Wochenende der Hüttener Faschingszug aus einem tiefen Schlaf. Nach einer langen Zeit hieß es am Samstag endlich wieder: "Hütten Helau".

von Renate GradlProfil

Der "Dornröschenschlaf" dauerte zwar keine Hundert, aber immerhin acht Jahre. Nachdem sich 2010 der letzte große Faschingszug durch Hütten geschlängelt hatte, wurde die Veranstaltung danach "begraben". Am Wochenende erlebte der "Gaudiwurm" nun ein Comeback. Zwar war der Faschingszug nicht mehr so groß, für die kurze Vorbereitungszeit konnte er sich aber durchaus sehen lassen. 15 Wagen fuhren durch die Straßen, das Kinderprinzenpaar Mia I. und David I. führten den Zug mit der Kindergarde "Tanzinis" und Organisatorin Claudia Meier an.

Beim Grafenwöhrer Spielmannszug machte sich der Nachwuchs lautstark mit "Hütten Helau" bemerkbar. Unter der Führung von Tambourmajorin Melanie Kappl spielten die Musiker Märsche und führten kleine Tänze auf. Wahre Hingucker waren die Eschenbacher, Pressather und Hammerleser Garden. Die Autoverwertung Brewitzer machte sich über den Diesel-Abgas-Skandal lustig und hatte die Lacher auf ihrer Seite mit dem Spruch: "Deutsch-Amerikanischer Diesel-Abgas-Skandal-Schmarrn. Die deutschen Autobauer sind k(l)eine Schweine; jetzt sind die Amis nicht mehr alleine."

Viele der rund 1500 Zuschauer, die am Straßenrand standen, waren ebenfalls bunt gekleidet. Sie hatten ihren Spaß, genauso wie das "Dreigestirn": Bürgermeister Edgar Knobloch, Brigadegeneral Antonio A. Aguto und Garnisonskommandeur Oberst Lance C. Varney, die zusammen in einem Cabrio saßen. Wolfgang Sporer, der Vorsitzende des Sportvereins "Concordia" spiellte der Chauffeur. Das Stadtoberhaupt hatte den amerikanischen Freunden zuvor beigebracht, dass nicht "Hello", sondern "Helau" gerufen wird. Denn die Amerikaner kannten Faschingszüge zwar nicht, sie machten die Gaudi aber gerne mit. "Der Faschingszug war sehr erfolgreich und schön. Ich war begeistert", bilanzierte der Bürgermeister.

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