14.08.2017 - 15:20 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Hüttener feiern Kirwa: Tanzboden eingeweiht

Bei schönem Wetter kann jeder feiern, die Hüttener können das auch bei Regen. "Mi hats außerdem gfreit, dass ich des Fassl hab anzapfen dürfen", war zweite Bürgermeisterin Anita Stauber zum Auftakt der Hüttener Kirwa stolz. Nur drei Schläge brauchte sie bei ihrer Anzapfpremiere mit Feuerwehrvorsitzendem Holger Cibis, bis der Gerstensaft in die Gläser floss.

Trotz feucht-kühlem Wetter hatte die Kirwaboum- und -moila beim Tanzen und auch sonst jede Menge Gaudi.
von Doris MayerProfil

Warm angezogen pilgerten die Hüttener, Stadträte, Mitglieder befreundeter Feuerwehren und weiterer Vereine sowie Bürger aus der Umgebung zum Festplatz, um den Kirwaauftakt mitzufeiern. Neun Kirwapaare marschierten mit. Zu flotter Musik der Stadtkapelle Grafenwöhr brachten die Burschen den Kirwabaum in kürzester Zeit in die Senkrechte.

Pfarrer Thomas Thiermann erteilte dem Baum, den Kirwaleit, der Tanzfläche und allen weiteren Besuchern den Kirwasegen. "Und, dass es ein friedliches Fest wird", betonte er, bevor er alle mit Weihwasser besprengte. Dann machten sich die Kirwaleit auf, die Kirwa zu finden. "Wer hout Kirwa? Mia hom Kirwa", schallte es über den Platz, wobei Celina Seubert als "Einheizerin" beeindruckte.

Nach kurzer Zeit war das Fass gefunden und das neue Kirwapaar konnte ausgetanzt werden. Mit Quetschn und Cajon sorgten "Die zwoa Pressather", Sophia und Sandro Weber, für Musik. Nach dem ersten Tanz und einigen Walzerrunden stand das Oberkirwapaar fest: Sarah Goller und Lukas Grafberger übernahmen, ausgestattet mit Geldbeutel und Tuch sowie Hut und Krug, für das Wochenende die Regentschaft über Hütten. Die Weltoffenheit des Ortsteils von Grafenwöhr zeigte sich bei der Vorstellung der Kirwapaare durch zweiten Feuerwehrvorsitzenden Manuel Palecki. Neben jungen Frauen und Männern aus Hütten fanden sich Gmünder, Exil-Grafenwöhrer sowie Mittänzer aus Thansüß und Dießfurt ein. Inzwischen ließ der Regen nach und die zahlreichen Besucher besetzten nun auch die Tische.

Und schon kündigte Feuerwehrvorsitzender Holger Cibis die nächste Attraktion an: Die Schuhplattler und Goaßlschnalzer des Heimat- und Trachtenvereins "Sechs Lilien" aus Kastl im Lauterachtal. Mit zwei Plattlern, begleitet auf der Quetschn, eröffnete die altersgemischte Gruppe, der Jüngste war vielleicht sieben Jahre alt, den Auftritt. Anschließend ließen die erfahrenen Trachtler, zum Erstaunen der Besucher, im Takt der Musik die Goaßln schnalzen. Das mäßige Wetter tat der Feierlaune der Hüttener keinen Abbruch. Bald hieß es: "Schnitzel sind fast ausverkauft". Im weiteren Verlauf des Abends unterhielt die Stadtkapelle mit zünftigen Klängen.

Tanzboden

"Mia brauchen etz den Konny Palecki hier auf dem Tanzboden", kündigte Feuerwehrvorsitzender Holger Cibis an. "Er hat uns den neuen Tanzboden gebaut, wir haben nur das Material geliefert." Cibis überreichte einen Essensgutschein und die Kirwaleit eine Scheibe, auf der alle Paare unterschrieben haben. Konny Palecki entgegnete bescheiden: "Mich g'freit des, dass die jungen Leit so zusammenhalten und die Kirwa und die Tradition pflegen. Da macht ma des gern." (myd)

 

 

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