04.05.2017 - 17:50 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Im Backstein verewigt Auf den Spuren von Elvis

In einem roten Backstein hat er sich verewigt: Elvis Presley GI. Seinen Namen ritzte der legendäre Sänger beim alten Bleidornturm im Truppenübungsplatz Grafenwöhr ein. Dass die Buchstaben noch heute zu lesen sind, darüber sind die Mitglieder des deutsch-amerikanischen Kontaktclubs ziemlich verwundert.

Auch Elvis Presley war auf dem Schwarzenberg. In dem Backstein verewigte er seinen Namen.
von Autor AZProfil

Fünf Stunden war die Gruppe im Übungsplatz unterwegs. Der Abstecher hinauf zum Schwarzenberg, mit dem für die Luftwaffe strategisch wichtigen alten Bleidorn- und dem modernen Aussichtsturm, war für einige Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Unter den zahlreich eingeritzten Namen von Besuchern entdeckten sie in einem der roten Backsteine den des legendären Elvis Presley.

Die zum Teil weite Anreise der Teilnehmer - bis aus Mittelfranken - hatte sich gelohnt. Pressereferent Franz Zeilmann erwies sich als Kenner und "fütterte" die Gäste mit zahlreichen Infos. Auf der Anfahrt zu den Rose Barracks Vilseck erläuterte er zunächst die Historie des bis auf das Jahr 1907 zurückreichenden 234 Quadratkilometer großen Areals.

Interessant waren auch die Infos über die vielfältige Infrastruktur der militärischen Schulstadt Vilseck. Stilles Gedenken war angesagt am Memorial Stone mit den Namen der 76 in Irak und Afghanistan gefallenen Stryker-Soldaten, wo auf dem Areal der Bundesforst für jeden Toten ein Bäumchen pflanzte. Mit sieben Bataillonen und nahezu 7000 Soldaten stelle die Stryker-Brigade die größte Einheit in Europa dar.

Imponiert haben den Teilnehmern auch zwei weitere Fakten: Nahezu 70 Schulbuslinien würden wochentags zwischen Vilseck und Grafenwöhr verkehren. Außerdem: Rund 50 Millionen Dollar überweise die Army jährlich an deutsche Ärzte und Klinken für die Behandlung ihrer Patienten.

Bei der artenreichen Tierpopulation - unter anderem mit bis zu 8000 Stück Rotwild und neuerdings auch einigen Wölfen - würden die Tiere hier leben "wie Gott in Frankreich". Zwei Drittel des Geländes werde vom Militär nicht genutzt und sei daher geschütztes Flora-Fauna-Habitat (FFH).

Vorbei an der pittoresken Felsformation Beilnstein waren weitere Etappen unter anderem die alten Dorfstellen Hopfenohe, Hebersreuth und Haag mit seinem Friedhof. Dank des schießfreien Wochenendes bestand die Möglichkeit, in die Impact Area zu kommen, wo unterhalb der Ruine (einst Wallfahrtskirche) von Pappenberg das seltene Erinnerungsfoto gelang.

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