11.10.2017 - 19:26 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Integrationspreis für die Kolpingsfamilie Grafenwöhr Preis für Integrationshilfe

Als katholischer Sozialverband unterstützt die Kolpingsfamilie Grafenwöhr Kinder und Familien vor Ort, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Zuletzt bekamen zwei Flüchtlingsfamilien, die in Grafenwöhr ihre zweite Heimat finden sollen, ihre Hilfe. Dafür gab es sogar einen Preis.

Staatsministerin Emilia Müller (Dritte von rechts) zeichnete Bastian und Wolfgang Specht (Dritter und Vierter von links) als Vertreter der Kolpingsfamilie Grafenwöhr aus. Mit dabei waren der stellvertretende Landrat Albert Nickl (von rechts) und Regierungspräsident Axel Bartelt sowie Tobias Reiß (MdL) und Udo Greim (von links). Bild: rgr
von Renate GradlProfil

/Regensburg. Die Kolpingsfamilie wurde für dieses Engagement mit dem Integrationspreis ausgezeichnet und erhielt eine Anerkennungsurkunde. Bayerns Integrationsministerin Emilia Müller erklärte: "Integration ist eine Aufgabe, die unsere gesamte Gesellschaft betrifft. Als Oberpfälzerin freut es mich besonders, dass sich in meiner Heimat so viele Menschen für die Integration engagieren. Mein Dank gilt vor allem den heutigen Preisträgern, denn sie zeigen: Ob im Verein, der Schule oder vor Ort in der Gemeinde - hier in der Oberpfalz halten die Menschen zusammen. So bleibt Bayern auch in Zukunft das Land der gelingenden Integration."

Regierungspräsident Axel Bartelt wies darauf hin, dass in den letzten Jahren viele Menschen in die Oberpfalz gekommen seien, um hier in Frieden und Freiheit leben zu können. "Damit Integration funktionieren kann, müssen aber beide Seiten aufeinander zugehen", erklärte Bartelt. Einerseits müsse der Wille der "Neubürger" vorhanden sein, sich in eine freiheitlich demokratische Gesellschaft integrieren zu wollen und keine Parallelgesellschaften zu bilden. Andererseits seien alle dazu aufgefordert, sich im direkten Umfeld an dem Prozess der Integration zu beteiligen.

Regierungspräsident Bartelt sprach allen Bewerbern für die vielen kreativen, engagierten und innovativen Ideen und Aktionen zur Förderung der Integration in der Region Lob und Anerkennung aus. "Wir brauchen Initiativen und Impulse von der Basis. Empathische Menschen mit gegenseitigem, ehrlichem Interesse füreinander, wie es die Bewerber um den Integrationspreis zeigen", erläuterte der Regierungspräsident.

Die Kolpingsfamilie Grafenwöhr hat zwei Flüchtlingsfamilien mit Nähmaschinen geholfen und sie aktiv im gesellschaftlichen Leben aufgenommen. Unter anderem haben sie gemeinsam Fladenbrote gebacken oder auf dem Spielplatz im Geißmannskeller ein Fest gefeiert.

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