Marco Kraus (14) aus Grafenwöhr liebt Deko
Weihnachtliche Erleuchtung

Den Schneemann hat Marco Kraus selbst gebastelt - aus Bechern. Eine Lichterkette leuchtet den Plastik-Kumpel von innen aus.
Vermischtes
Grafenwöhr
01.12.2016
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Die meisten Vorgärten der Siedlung verschluckt die Dunkelheit. Das Haus von Marco Kraus dagegen ist nicht zu übersehen. Es glitzert, funkelt und blinkt. Nikoläuse, Rentiere und Schneemänner stehen zwischen Beeten Spalier. Der 14-Jährige liebt viel Weihnachtsdekoration. Und jedes Jahr darf es noch mehr sein.

Marco Kraus rückt die große Schneekugel zurecht, die an einer Leine baumelt. Ein Schlauch in der Plastik-Kuppel spuckt immer wieder kleine weiße Kügelchen aus, die über Santa Claus und seinen Rentierschlitten rieseln. Blinkende Lichterketten umranden Fenster, Dach und Garagentore von Familie Kraus. Riesige aufblasbare Nikoläuse lehnen an der Wand. Der 14-Jährige hat viel Liebe ins Detail gesteckt.

6500 LED-Lichter

Einen Schneemann, der es sich auf einer Bank bequem macht, hat der Schüler sogar selbst gebastelt. Viele weiße Plastikbecher, die an Bienenwaben erinnern, formen den Schneemann. In seinem Bauch leuchtet eine Lichterkette. Über die Jahre hat sich bei Familie Kraus einiges an Deko angesammelt. Rund 6500 LED-Lichter erhellen dieses Jahr den Garten. Wie viel Strom die vielen Lämpchen verbrauchen, weiß Marco nicht. "Oh leck, das will ich gar nicht wissen", gesteht er.

Schon Monate vor der Adventszeit durchstöbert der Teenager das Internet nach Lichterketten und Co. Und er findet immer wieder etwas Neues, das ihm gefällt. Im Oktober beginnt er mit den Vorbereitungen. Mit einer Leiter bewaffnet und vielen Metern Kabel installiert der 14-Jährige in fast jeder freien Minute die Weihnachtsdeko. Das hellerleuchtete Haus in der Straße Fichtawiesen fällt nicht nur den Nachbarn auf. "Früher sind wir zu den Amis, um die geschmückten Häuser anzuschauen, heute kommen sie zu uns", erzählt Kraus stolz. Nicht alle finden jedoch das Lichter-Spektakel gut. "Die da mögen's nicht so", meint Marco und zeigt zum Haus nebenan. Eine andere Nachbarin dagegen freut sich jedes Jahr und lobt den Schüler.

Schon Idee für nächstes Jahr

Die Faszination für die vielen Lichter hat Marco seiner Tante zu verdanken. Sie schenkte ihm vor einigen Jahren zum Geburtstag eine Lichterkette und einen leuchtenden Engel. "Dann wollte ich immer mehr", erinnert sich der Teenager. Eines der ersten Deko-Tiere war ein Rentier. Es hat noch heute einen Platz im Garten. Zwar ist ein Teil der Beleuchtung ausgefallen, aber das Tier gehört einfach dazu. "Ich weiß noch, dass es früher immer dort im Beet gestanden hat", erzählt Marcos Cousine, Maja Wittmann. Die 13-Jährige findet die vielen Lichter toll.

Und Marco hat auch schon wieder einen Plan für nächstes Jahr: Er will noch mehr Schneemänner. Die Ideen holt er sich aus einer Whatsapp-Gruppe. Dort tauschen Besitzer von Weihnachtshäusern, wie sie der Grafenwöhrer nennt, Tipps aus. Mehr ist schließlich mehr.
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