18.08.2017 - 16:56 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Multinationale Gruppe aus Grafenwöhr übt im Gebirge Edelweiß hart verdient

Das Edelweiß-Abzeichen dürfen künftig amerikanische und deutsche Soldaten aus Grafenwöhr an der Uniformmütze tragen. Beim Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen absolvierten Soldaten der 702. US-Kampfmittelbeseitigungskompanie, der Charlie-Kompanie des 214. US-Rettungsfliegerregiments und der Bundeswehr-Truppenübungsplatzkommandantur den Gebirgsleistungsmarsch.

Deutsche und amerikanische Soldaten aus Grafenwöhr, Bischofswiesen und München absolvierten den Gebirgsleistungsmarsch. Auf dem Kehlstein bei Berchtesgaden gab es dafür das Edelweiß-Abzeichen. Bild: mor
von Autor MORProfil

Fitness, Kameradschaft und die Zusammenarbeit zwischen US-Armee und Bundeswehr standen im Mittelpunkt der Ausbildung. In der Kletterhalle der Bischofswiesner Jägerkaserne erklärten die Ausbilder der fünften Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 Klettergeschirr und andere Ausrüstung. Am Jenner und am Kehlstein ging es dann an zwei Tagen um die Abzeichen. Bis zu 1000 Höhenmeter mussten die Teilnehmer in mehreren Marschstunden absolvieren, bei 34 Grad und mit vollem Gepäck. Höhepunkte waren ein seilgesicherter Kletterfelsen am Jenner und das Abseilen über zwei Seillängen. Biwakiert wurde am Standortübungsplatz beim Watzmann.

Auf dem 1834 Meter hohen Kehlstein erhielten die Teilnehmer das Edelweißabzeichen. Aufklärung erhielten die Soldaten über dessen Herkunft aus der österreichischen Militärgeschichte. Heute ist es Verbandsabzeichen der Gebirgstruppe des Bundeswehr. Weitere Infos gab es zum 1937/38 erbauten "Eagels Nest" am Kehlstein, einst Teil der Obersalzberg-Anlage. Die Ausbildung hat der Deutsche Militärische Vertreter in Grafenwöhr geplant, den Bus für die Reise nach Berchtesgaden die US-Armee gestellt.

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