17.09.2017 - 20:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Ökumenischer Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrtskirche zum Schöpfungstag Schöpfung viel mehr als Natur

Den Schöpfungstag nehmen die Grafenwöhrer Pfarrer am Samstag zum Anlass, die Menschen daran zu erinnern, weniger Raubbau an der Natur zu betreiben. "Setzt euch für die Schöpfung ein", legen sie den Gläubigen im ökumenischen Gottesdienst ans Herz.

Die Fürbitten widmeten die Frauen am Samstag der Schöpfung. Bild: rgr
von Renate GradlProfil

"Sei gepriesen, du hast die Welt erschaffen, sei gepriesen für Sonne, Mond und Sterne, sei gepriesen für Meer und Kontinente, sei gepriesen, denn du bist wunderbar, Herr." Das Lied "Laudato si, o mi Signore" beschreibt am besten die Schönheit der Schöpfung, die es gilt zu bewahren.

Beim ökumenischen Gottesdienst zum Schöpfungstag begrüßte Pfarrer Dr. André Fischer die Gläubigen in der Mariä-Himmelfahrtskirche auch im Namen von Pfarrer Bernhard Müller und des ökumenischen Arbeitskreises. In seiner Predigt stellte Müller die Frage: "Geht ,Laudato si' auf den Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi zurück?" Die erste Strophe sei auf jeden Fall der Grund, warum der Schöpfungstag begangen wird. "Jahrhundertelang wurde alles als Selbstverständlichkeit angesehen, und der Auftrag Gottes lautete: ,Macht euch die Erde untertan'", sagte der Geistliche. Doch das Bewahren der Natur sei übersehen und Raubbau betrieben worden. Eines müsste den Menschen wieder bewusstwerden: "Die Umwelt ist nicht alles, aber ohne Umwelt ist die Welt nichts."

Müller ging auch auf die Enzyklika von Papst Franziskus ein: "Der Plan Gottes ist Liebe für jedes Geschöpf, und die Schöpfung ist viel mehr als die Natur. Gottes Liebe gilt allen Geschöpfen. Alles ist eine Liebkosung Gottes. Jeder kann an seinem Platz etwas für die Schöpfung tun, und wir gehören alle zur Schöpfung." Grausam seien die Umweltkatastrophen. "Aber wir sollen unsere Hoffnung und unser Vertrauen auf Gott setzen, denn vieles kann mit Gottes Hilfe erreicht werden." Den Gläubigen gab der Pfarrer mit auf den Weg: "Lasst euch nicht unterkriegen, haltet zusammen und setzt euch für die Schöpfung ein."

In den Fürbitten, die von den Pfarrern sowie von Gemeindereferentin Christine Gößl, Johanna Wohlmann, Doris Bernhardt und Roswitha Schunk gesprochen wurden, ging es auch um die Erhaltung der Schöpfung. Der Chor "New Voices" unter Leitung von Walter Thurn sang unter anderem: "Für das Leben sei dir Dank" und "Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön." Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Gläubigen im Museum, um bei Wein und Gebäck noch zusammenzusitzen und sich zu unterhalten.

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