Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Stadt als Helfer in der Not

Die Feuerwehr sichert den Einsatzort. Bild: exb/Manuel Stümpfl
Vermischtes
Grafenwöhr
31.08.2017
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Die Stadt greift dem Geschädigten des Brands in der Adalbert-Stifter-Straße in Grafenwöhr (wir berichteten) unter die Arme und hat ihn vorübergehend untergebracht. "Der Mann war vom einen auf den anderen Tag sozusagen obdachlos, da mussten wir einfach handeln", erklärt Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch.

Zwar verfügt die Stadt über eine städtische Wohnung, doch die wird im Moment saniert, deswegen ist eine private Lösung gefunden worden. "Alltäglich ist das nicht, in meiner Amtszeit kam das noch nicht vor. Normalerweise kommen die Geschädigten bei Verwandten unter, doch das war in diesem Fall nicht möglich", klärt Knobloch auf. Bei einer entsprechenden Versicherung sei auch ein vorübergehender Hotelaufenthalt möglich, doch auch das traf hier nicht zu, bestätigt er. "Solche Fälle sind immer sehr individuell. Doch allgemein gilt, dass die Städte und Gemeinden für Obdachlose zuständig sind", erläutert der Bürgermeister. Für die nächsten Tage ist der betroffene 67-Jährige also untergebracht. Die Polizei ermittelt währenddessen weiter, kann inzwischen aber einen technischen Defekt ausschließen. Daher ist von Brandstiftung auszugehen. Diese kann fahrlässig oder vorsätzlich geschehen sein, bestätigt das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg am Donnerstag.
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