09.01.2017 - 02:00 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Ruhestandspfarrer Hans Bayer: „Lassen wir uns von den Sterndeutern anstiften.“ Aufbrechen und Suchen

"Die Erscheinung des Herrn ist sozusagen Weihnachten für alle Welt", wertete Ruhestandspfarrer Hans Bayer den Dreikönigstag. Denn die drei Weisen seien "aus aller Welt" gekommen. Feierlich beging die Filialgemeinde Gmünd den Festgottesdienst, bei dem traditionell die Sternsinger ausgesendet wurden.

Ruhestandspfarrer Hans Bayer (hinten, Mitte) sandte im Festgottesdienst am Dreikönigstag die Sternsinger aus: (von links) Tim Neubauer, Pia Rubenbauer, Felix Hofmann, Fiona Walberer, Elisabeth Anderson und Sophia Arnold. Die Ministrantenbetreuer Marion Schmid und Pascal Hofmann hatten die Kinder auf ihre Mission vorbereitet und prächtig eingekleidet. Hofmann trat dabei erstmals in die Fußstapfen von Schmid, die dieses Ehrenamt über 25 Jahre exzellent ausübte. Bild: az
von Autor AZProfil

Gmünd. Ein traditionsgemäß festliches Gepräge verlieh der Feiertags-Messe zum 45. Mal die Stadtkapelle Grafenwöhr, bestellt wie immer von der Feuerwehr Gmünd. Das Ensemble brachte die Schubertmesse zu Gehör,

Auf was es im Leben jedes Menschen ankommt, stellte Ruhestandspfarrer Hans Bayer in den Mittelpunkt seiner Predigt. Dabei erwies er sich quasi selbst "als Sterndeuter", denn er analysierte die Historie und brachte sie in Beziehung zum Hier und Jetzt. Immer seien die Menschen auf der Suche nach etwas: einer besonderen Landschaft, einer Familie, einem Ort, nach Heimat. Dieses Zuhause indes sei zerbrechlich.

Aufbrechen und Suchen, aufmerksam sein, auf die Zeichen achten, darum gehe es vielmehr. "Auch wir sollten neu zu den Sternen aufblicken, die uns Aufbruch geben könnten", forderte Bayer: "Lassen wir uns von den Sterndeutern anstiften!" Auch die Bewahrung der Schöpfung war ihm ein Anliegen: "Dort, wo wir selbst Einfluss haben, sollten wir sorgsam mit ihr umgehen."

Seinen Segen begleitete der Priester mit den Worten: "Gott, segne uns, dass wir Zeichen sehen, die uns zu dir führen." Den Sternsingern spendete er bei der Aussendung extra den Segen. Fiona Walberer trug den Text vor, mit dem die beiden Gruppen anschließend den Segen in die Gmünder Häuser brachten.

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